Was ist der Earth Hour Day?

Jedes Jahr Ende März - 2021 am 27. März - findet der Earth Hour Day statt. Die Klima- und Umweltschutzinitiative hat ihren Ursprung in Australien und basiert auf einer einfachen Idee, einfach einmal für eine Stunde auf der Welt das Licht auszuschalten. Was das bringen soll, wie man auf die Idee kam und was die Initiatoren mit diesem Aktionstag bewirken möchtem, erklären wir dir hier:

Einfach mal den elektrischen Strom ausschalten und eine Kerze anzünden. Am Earth Hour Day verzichten immer mehr Städte für eine Stunde auf die übliche Beleuchtung.

2007 startete der australische Ableger der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) eine Aktion, um den Kohlendioxidausstoß der größten australischen Stadt Sydney innerhalb eines Jahres um fünf Prozent zu verringern. In Australien wird weltweit mit am meisten CO2 pro Kopf ausgestoßen.

Darum sollte den Australiern mit einer symbolischen Aktion der Umweltschutz nahe gebracht werden. Druch das Abschalten von Gebäudelichtern und Flutlichtanlagen, die berühmte Bauwerke anstrahlen, sollte darauf hingewiesen werden, wie viel Energie unnötig und gedankenlos verbraucht wird.

Nach Australien fand im Juni auch in England ein Earth Hour Day statt. Zur Sonnwende, also am längsten Tag des Jahres, hieß es "Lights Off" London. Zwischen 21 und 22 Uhr wurden zahlreiche Lichter in der englischen Hauptstadt ausgeschaltet. Zum ersten Mal seit 68 Jahren erloschen auch die Lichter und Reklametafeln am Piccadilly Circus.

Auch Google beteiligte sich an der Aktion. In einigen Ländern wurde die Startseite schwarz statt weiß dargestellt. Dadurch sollte Energie gespart werden. Allerdings trifft das nur auf Röhrenmonitore zu. Die mittlerweile weit verbreiteten LCD-Bildschirme verbrauchen immer gleich viel Strom, egal, welche Farbe gerade dargesellt wird.

Innerhalb von nur zwei Jahren mauserte sich der Earth Hour Day zu einem weltweiten Ereignis. Am 28. März 2009 wurden rund 3.000 teilnehmende Städte mal mehr, mal weniger verdunkelt. Unter anderem schalteten London, Paris, Peking, Rom, Moskau, Los Angeles, Brüssel, Kapstadt und Helsinki die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten ab.

Die ersten Lichter verloschen um 20.30 Uhr Ortszeit auf den neuseeländischen Chatham-Inseln. Im Stundentakt bewegt sich die Earth Hour dann mit der Dämmerung rund um den Planeten. Letzte Station ist Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada.

 

Auch 2019 war der Earth Hour Day ein voller Erfolg. Viele Millionen Menschen weltweit haben teilgenommen.

Es gibt auch Kritik an dieser Aktion. So wird bemängelt, dass es eine rein symbolische Aktion sei, die weder tatsächlich zur Energieeinsparung beiträgt, noch echte politische Forderungen aufstellt. Dem halten die Organisatoren entgegen, dass mit dieser Aktion bei den Menschen auch nur ein Bewusstsein für Energieverschwendung geschaffen werden soll.