Charles Darwin: Der Begründer der Evolutionslehre

Die Evolution des Menschen aus naturwissenschaftlicher Sicht schockierte zur Zeit Darwins viele Menschen, da es der göttlichen Schöpfung vom Mensch als Ebenbild Gottes widersprach.

 

Am 24. November 1859 veröffentlichte Charles Darwin seine Evolutionslehre, die zum Fundament der Biologie gehört. Seine Beobachtungen auf den Galapagos-Inseln veranlassten ihn, ein Buch zur Evolutionstheorie mit dem Titel: Die Entstehung der Arten zu verfassen. Grundlegend dafür waren Darwins Beobachtungen während einer Weltumsegelung auf dem Schiff HMS Beagle.

Die Entstehung der Arten

1859 erschien Darwins Werk "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" (Originaltitel: "On the Origin of Species"). 1250 Exemplare wurden gedruckt, am folgenden Tag waren alle ausverkauft. Darwins Schöpfungsgeschichte war über Nacht zum Bestseller geworden und der Schock des Jahrhunderts war perfekt. Darwins Werk ließ nur einen Schluss zu: Der Mensch ist nicht Ebenbild Gottes, sondern ein Nachkomme des Affen.

Evolutionstheorien

Die Evolutionstheorie erklärt die Entstehung, die Entwicklung und die Vielfalt des Lebens auf wissenschaftliche Weise. Charles Darwin war nicht der erste, der eine Evolutionstheorie aufgestellt hatte. Den Kern beinhalteten bereits die Naturphilosophien des Griechen Aristoteles um ca. 350 vor Christi Geburt.

Zu Darwins Zeit bereits bekannt war die Evolutionstheorie des französischen Biologen Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829). Sie basiert auf der Vererbung, der Veränderung (Mutation) und der natürlichen Auslese. Im Gegensatz zu Darwins Theorie ist sie eine reine Transformationstheorie, sie beinhaltet keine gemeinsame Abstammung aller Arten.

Wendepunkt der Wissenschaft

Darwins Hauptwerk bildet als streng naturwissenschaftliche Erklärung für die biologische Vielfalt (Biodiversität) die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie. Es markiert den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der modernen Biologie.

Auf seiner Reise um die Welt bekam Darwin die Gewissheit: Der Mensch ward nicht aus göttlichem Lehm geschaffen, vielmehr ist er vorläufiges Endprodukt einer biologischen Entwicklungslinie.

Stammt der Mensch vom Affen ab?

Aus Unwissenheit haben viele Menschen Darwin beschuldigt, er solle gesagt haben, der Mensch stamme vom Affen ab. Tatsächlich hat Darwin dies nie so geäußert. Vielmehr stützte er seine Annahmen auf die These, dass beide - Mensch und Affe - einen gemeinsamen Ahnen gehabt haben könnten, von dem aus sie sich in zwei verschiedene Richtungen entwickelt hätten. Die Forschungen anderer Biologen haben diese Theorie bestätigt.

Kontroverse mit der Kirche

Darwins Evolutionstheorie führte zu einem wütenden Schlagabtausch zwischen Religion und Wissenschaft. Die Geistlichen des Viktorianischen Zeitalters sahen darin einen gotteslästerlichen Angriff auf die Bibel. Noch heute gibt es in vor allem in den USA noch Anhänger der Schöpfungslehre, die Darwins Theorien aus religiösen Gründen heraus ablehnen. Viele Christen glauben heute aber auch, dass die Berichte in der Bibel mit der Evolutionstheorie vereinbar sind.

Mehr über Charles Darwin und andere Expeditionen in die verschiedensten Regionen der Erde erfahrt ihr im WAS IST WAS Abenteuer Evolution. Das Wunder des Lebens sowie in WAS IST WAS Band 5 Große Entdecker. Ihre Reisen und Abenteuer