Neil Alden Armstrong: Der erste Mensch auf dem Mond

Neil Alden Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond. Durch einen tragischen Unglücksfall war der Ersatzkommandant zu einer historischen Figur geworden.

 

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit!“ Mit diesem Satz ging Neil Alden Armstrong in die Geschichte ein. Der Amerikaner hatte aus der Mondlandefähre Eagle heraus als erster Mensch den Erdtrabanten betreten. 600 Millionen Menschen verfolgten diesen historischen Moment am 21. Juli 1969 gebannt vor dem Fernseher.

Kennedy treibt Mondmissionvoran

Der Flug Apollo 11 hatte den großen Traum der Raumfahrt erfüllt und zum ersten Mal Menschen auf den Mond gebracht. Die Mission war jahrelang vorbereitet worden. Im Jahr 1961 hatte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy, verkündet, dass es möglich werden soll, Menschen auf den Mond zu bringen. Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) und der Präsident waren vom Erfolg dieses Vorhabens überzeugt.

Armtrong: Luftfahrttechniker und Kampfpilot

Armstrong, studierter Luftfahrttechniker und ausgebildeter Kampfpilot aus Ohio, war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1955 als Testpilot bei der HSFS (High-Speed Flight Station), einer Hochleistungsflugstation auf einer US-amerikanischen Luftwaffenbasis.

Simulatoren als Spezialgebiet

Im Jahr 1962 wurde Armstrong mit acht weiteren zukünftigen Astronauten in das Gemini-Programm aufgenommen. Das Gemini-Programm war die zweite Astronautengruppe der NASA nach Mercury Seven. Im Gemini-Programm übernahm Armstrong vorerst die Simulatoren als sein Spezialgebiet.

Apollo 1: Feuer auf der Startrampe

Für die ersten Apollo Flüge kam Armstrong nicht als einer der Kommandanten in Frage. Damals war er noch im Gemini-Programm eingebunden. Deshalb startete im Januar 1967 der Flug Apollo 1 ohne ihn.

Apollo 1 hatte zum Ziel, dem ersten Menschen einen Schritt auf den Mond zu ermöglichen. Doch bei einem Test auf der Startrampe brach ein Feuer aus, und drei Astronauten bezahlten für ihren Einsatz mit dem Leben. Dieses Unglück verzögerte die Entwicklung der Mondlandefähre. Mehrere Probe- und Testflüge folgten, um einen weiteren Unfall zu vermeiden.

Armstrong wird Ersatzkommandant

Nach dem tragischen Unglück des Apollo 1 Fluges wurden die Astronauten der Ersatzmannschaft zur Hauptmannschaft. Armstrong wurde im November 1967 zum Ersatzkommandanten. Im Jahr 1969 war es schließlich soweit, und der Flug Apollo 11 ging an den Start.

Apollo 11: Armstrong auf dem Mond

Im Juli 1969 leitete Armstrong die Mondlandung von Apollo 11. Am 16. Juli 1969 startete er den Flug Apollo 11 zusammen mit den Astronauten Edwin Aldrin und Michael Collins. Am 19. Juli erreichte die Mannschaft den Mond. Am folgenden Tag entfernte sich die Landefähre Eagle vom Mutterschiff, und landete mit Armstrong und Edwin Aldrin am 20. Juli 1969, um 22:17 Uhr MEZ, auf dem Mond.

Sein Besatzungskollege Edwin Aldrin folgte ihm und wagte ebenfalls seine ersten Schritte auf dem Mond. Die zwei Astronauten machten an diesem Tag über zwei Stunden lang Aufnahmen und sammelten Mondgestein, um die Erforschung des Erdtrabanten weiter voranzubringen .

Weiterer Lebensweg

Im Jahr 1970 beförderte die NASA Armstrong zum stellvertretenden Leiter des Washingtoner Aeronautikbüros. Zudem erhielt er in diesem Jahr den Master-Titel in Luft- und Raumfahrttechnik an der University of Southern California.

Nach seinem Ausscheiden aus der NASA im Jahr 1971 lehrte Armstrong an der Universität von Cincinnati als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik, bis er 1979 in die Wirtschaft wechselte. Unter anderem war er in der nationalen Kommission für Raumfahrt. Doch bereits vorher machten ihn Firmengründungen zum Millionär.

Armstrong wurde durch viele Auszeichnungen geehrt. Dazu gehören beispielsweise die Presidential Medal of Freedom und die Congressional Space Medal of Honor. Bis zu seinem Tod am 25. August 2012 lebte er auf einer Farm in Ohio.

Die erste Frau auf dem Mond?

Nach Neil Armstrong und Edwin Aldrin betraten in den Folgejahren zehn weitere Menschen den Mond - zwischen November 1969 und Dezember 1972. Als letztes bemanntes Raumschiff landete Apollo 17 auf dem Mond. 50 Jahre nach der ersten Mondlandung gibt es jetzt wieder Pläne einer bemannten Mondmission durch die Amerikaner. Bereits 2024 soll es eine Mondlandung am lunaren Südpol geben. Wer den Mond dann erste als erstes betreten soll, steht auch schon fest: Es wird erstmals eine Astronautin sein. 

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