2022 soll DAS Raumfahrjahr werden. Unter den vielen Projekten darf die Marsmission ExoMars nicht fehlen. Die europäische und die russische Raumfahrtbehörde ESA und Roskosmos möchten gemeinsam zum Mars aufbrechen. Eigentlich war der Start für 2020 vorgesehen, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Planung der Mission

So eine Marsmission will geplant sein, denn schließlich soll vor Ort alles reibungslos verlaufen. Das heißt die ganze Technik muss überprüft und getestet werden. Ist das passiert, kann man einen Zeitplan aufstellen. Die Tests zu der Mission ExoMars haben leider mehr Zeit gebraucht, weshalb der Start verschoben werden musste. Noch dazu gibt es nur alle 26 Monate ein Zeitfenster, in dem der Mars von der Erde aus optimal erreicht werden kann. Das liegt daran, dass die Erde wie auch der Mars um die Sonne wandern. Befinden sich beide Planeten auf der gleichen Seite der Sonne kommen sie sich sehr nahe, sodass es viel weniger Stunden und viel weniger Geld kostet zum Mars zu fliegen. Schlussendlich hat man sich auf den Start zwischen August und Oktober 2022 geeinigt.

Ziel der Mission

Gab es jemals Leben auf dem Mars? Diese Frage und auch die Frage nach einem möglichen Lebensraum stellen sich momentan die Wissenschaftler. Deshalb möchten Sie den Mars auf Leben untersuchen und mithilfe von ExoMars-Rover "Rosalind Franklin" neue Technologien testen, sodass zukünftig noch mehr Proben entnommen werden können.

Rosalind Franklin

"Rosalind" soll dabei helfen, unter die Marsoberfläche sehen zu können. Denn auch unter der Oberfläche befinden sich wichtige Informationen. Dazu ist "Rosalind" mit einem Bohrer ausgestattet, der bis zu zwei Meter tief bohren kann. Rosalind Franklin war eine Biochemikerin, die an der Erforschung der DNA-Doppelhelix wesentlich beteiligt war. Ihr zu Ehren wurde der Rover so getauft.

Mars – Rover: Multitalente

So ein Rover kann ganz schön viel. Er ist ein echtes Multitalent. Am Kopf des Masts sitzen verschiedene Kameras, welche die Landschaft erfassen. Mithilfe eines Spektrometers lassen sich chemische Aussagen über die Zusammensetzung der Gesteine treffen. Zum Untersuchen der Gesteinsproben hat der Rover noch Werkzeuge, wie eine Kamera und ein optisches Mikroskop. Diese Proben kann man dann auf mikrobiologische Lebensformen analysieren und so neue Erkenntnisse in der Forschung gewinnen.

Wer weiß, vielleicht ist es irgendwann möglich, dass Menschen auf dem