Wie kann die Spurensicherung Haare untersuchen, denn die sind doch so klein?

Spurensicherung am Tatort? Ohne Mikroskope würde die Kriminalpolizei ganz schön alt aussehen. Jannis, 6 Jahre, möchte wissen, wie man Haare untersucht, die am Tatort gefunden wurden.

Neben Fingerabdrücken können auch Haare wichtige Indizien am Tatort sein. Mit dem Mikroskop kann man ihre Beschaffenheit genau analysieren. Quelle © Mega Pixel, Shutterstock

 

Die Polizisten der Spurensicherung – auch Kriminaltechniker oder Forensiker genannt - gehen äußerst vorsichtig vor. Jedes Haar, jede Schuppe, die sie finden, könnte Aufschluss über den Täter geben. Gegenstände wie Sitzpolster, Stühle,  Teppiche oder  Kleidung eigenen sich besonders, um Haare darauf zu finden.

Untersuchung mit Licht- und Elekronenmikroskop

Die Polizisten heben alle Gegenstände mit Handschuhen und Pipetten auf und stecken sie in Plastikbeutel. Dann kommen diese Funde ins Labor und werden mit dem Licht- und Elektronenmikroskop genau untersucht. Zunächst muss unterschieden werden, von wem die Haare stammen - vom Täter, vom Opfer, von Familienmitgliedern oder dem Hund der Familie?


Sind die Spuren, die auf den ersten Blick zu finden sind, untersucht und gut verwahrt, dann wird der Boden abgesaugt, um zum Beispiel Schmutz aus den Schuhe oder auch Haare oder Hautschuppen zu finden. Werden Haare entdeckt, vergleicht man sie mit denen des Opfers oder anderer in den Fall verwickelten Personen, bis man weiß, ob sie vom Täter stammen.

Welche Haare hat der Täter

Unter dem Mikroskop kann dann festgestellt werden, welche Haarfarbe und -struktur der Täter hatte, ob lockig oder glatt, oder kurzes oder langes, ob blond oder braun. Haare sind noch relativ gut sichtbare Spuren. Die Polizei findet noch wesentlich schwieriger zu entdeckende Spuren wie beispielsweise chemische Rückstände, Schmauchspuren von Waffen oder eingetrocknete Blutspuren.