Wie wird man Feuerwehrmann?

 

Feuerwehrmann steht vor allem bei kleinen Jungs ganz oben auf der Berufswunsch-Liste. "Wie wird man eigentlich Feuerwehrmann?" Das möchte Johannes, 6 Jahre, von uns wissen.

Bis man als Feuerwehrmann zu richtigen Rettungseinsätzen ausrücken darf, muss man erst eine Menge lernen. Quelle: © Kzenon, Shutterstock

In Deutschland gibt es ungefähr 26.000 Feuerwehren. Davon sind die meisten freiwillig organisiert und schon viele junge Leute machen in den Jugendfeuerwehren mit. Es gibt aber auch 107 Berufsfeuerwehren, die größere Städte überwachen und rund 900 Werkfeuerwehren, die für den Schutz großer Fabrikanlagen wie Chemiewerke, Kraftwerke oder Flughafen zuständig sind.

Um Feuerwehrmann oder –Feuerwehrfrau zu werden, kann man schon im Kindesalter die passenden Erfahrungen im Verein sammeln. Seit 1964 gibt es den Bundesverband Deutsche Jugendfeuerwehr. Das Einstiegsalter ist unterschiedlich. In manchen Orten darf man schon im Alter von 8 Jahren beginnen, anderswo liegt das Einstiegsalter zwischen 12 und 16 Jahren.

Wer von Beruf Feuerwehrmann werden möchte, muss zunächst eine Ausbildung zum Brandmeister absolvieren. Das dauert je nach Bundesland bis zu 18 Monate. Sie beginnt mit einer fünfmonatigen Grundausbildung, bei der man alles über die Physik und Chemie des Löschens und der Verbrennung sowie alles über Fahrzeuge, Geräte sowie die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrmanns lernt. Außerdem wird man im Sprechfunk ausgebildet und macht sich mit Gefahrstoffen, wie Benzin oder Säuren, vertraut.

Im Anschluss folgt ein dreimonatiger Lehrgang zum Rettungssanitäter. Danach folgt eine einmonatige Ausbildung zum Maschinisten, bei der man lernt grundlegende Feuerwehrgeräte zu bedienen und zu reparieren. Erst dann geht es in die richtige Praxis. An der Seite eines erfahrenen Kollegen ist man dann im 24-Stunden-Einsatz dabei.