Haie: Scharfsinnige Meeeresbewohner

 

 

 

 

 

Blauhaie haben einen phänomenalen Geruchssinn. Quelle: © Ethan Daniels, shutterstock

 

 

 

 

 

 

Wo versteckt sich Beute? Wo wartet der richtige Partner auf mich? Wie finde ich mich in den Weiten der Meere zurecht? Für Haie alles kein Problem. Sie haben im Laufe der Evolution außergewöhnlich scharfe Sinne mit hochempfindlichen Sensoren hervorgebracht.

 

Licht verstärken

 

Die Augen liegen bei den meisten Haien seitlich. Das verleiht ihnen Rundumsicht. Haie können sogar noch bei Dämmerlicht gut sehen. Dafür sorgt das Tapetum lucidum. -  diese Schicht befindet sich direkt hinter der Netzhaut und wirkt wie ein Lichtverstärker. Kurz bevor der Hai zubeißt, rollt er die Augen nach hinten oder schickt eine schützende Nickhaut über die Augen. So kann den Augen nichts passieren, wenn sich die Beute heftig wehrt.

 

Fern tasten

 

Alle Haie haben an beiden Körperseiten vom Kopf bis zu den Schwanzspitzen das Seitenlinienorgan, das unter der Haut verborgen liegt. Mit diesem Ferntastsinn können sie wahrnehmen, in welche Richtung andere Fische schwimmen und, ob Beutetiere in der Nähe sind. Darüber hinaus ist die Haut des Hais über und über mit Sensoren bestückt, mit denen er Temperatur, Druckwellen und Wasserströmung wahrnehmen kann.

 

Blut riechen

 

Für gewisse Stoffe ist der Geruchssinn eines Hais zehntausendmal empfindlicher als der eines Menschen. So können Haie beute über Hunderten von Metern genau orten. Blut wittern sie bereits, wenn es eine Milliarde Mal verdünnt im Wasser vorliegt.

 

Fein schmecken und weit hören

 

Beute, die der Hai nicht kennt, wird erst einmal vorgekostet. Mit einem Probebiss entscheidet der Hai, ob er ein Tier wirklich fressen will. Auch Ohren haben Haie, obwohl sie nach außen nicht sichtbar sind. Damit orten sie Beutetiere über mehrere Kilometer. Auch der Gleichgewichtssinn der Hai liegt in den Ohren.

 

Strom spüren

 

spüren Haie haben zudem einen Sinn, der uns Menschen völlig fremd ist. Sie können selbst schwache elektrische Felder wahrnehmen, die andere Tiere aussenden, wenn sie ihre Muskeln bewegen. Selbst Tiere, die sich nicht bewegen, kann der Hai aufspüren, da er ihren Herzschlag spürt. Möglich ist dies mit den sogenannten Lorenzinischen Ampullen, die in der Haischnauze liegen. Vermutlich können Haie damit auch das Magnetfeld der Erde wahrnehmen und sich daran orientieren.