Haie - Die Könige der Meere

 

 

 

 

 

Haie sind die Könige der Evolution - sie gab es schon zur Zeit der Dinosaurier und davor.
Quelle: © Stefan Pircher, Shutterstock.

 

 

 

 

Haie werden nicht nur wegen ihres Fleischs, der Knorpel und der Flossen gejagt. Jährlich landen Millionen von Tieren als unbrauchbarer Beifang in den Netzen der Fischer. Walhai und Riesenhai wurden deshalb 2002, der Weiße Hai 2004 auf die Liste des Artenschutzabkommens gesetzt.

Haie sind in allen Ozeanen der Welt zu Hause. In den warmen Gewässern der Karibik leben sie ebenso wie in den kalten Fluten der Arktis. Sie zählen zu den ältesten Bewohnern der Erde. Und es gab sie schon vor den Dinosauriern. Über Millionen von Jahren haben die perfekt an ihre Umgebung angepassten Jäger Körperbau und Lebensweise kaum verändert. Heute gibt es über 400 verschiedene Haiarten.

 

Knorpelfische

 

Die Haie gehören zu den Knorpelfischen. Im Vergleich zu anderen Fischen besteht sein Skelett aus Knorpeln statt aus Knochen oder Gräten, und ihre Kiemen sitzen nicht unter Kiemendeckeln, sondern sie haben mehrere Kiemenschlitze auf beiden Seiten hinter dem Kopf. Die Hälfte der Haiarten lebt in der Tiefsee. Hier gibt es alle Größen: vom 24 Zentimeter kleinen Steuerschwanz-Katzenhai bis zum riesigen Walhai, der bis zu 18 Meter lang werden kann. Die meisten Haie bleiben kleiner als einen Meter. Gerade jeder Fünfte wird größer als ein Mensch.

 

Keine Killermaschinen

 

Zu tödlichen Haiangriffen auf Menschen kommt es übrigens sehr selten. Verglichen mit etwa 15 Milliarden Bade-, Surf- und Schwimmereignissen sind 50 bis 100 Haiattacken pro Jahr aber extrem wenig. Dass die Zahl der Opfer seit Anfang des 20. Jahrhunderts stetig gestiegen ist, liegt aber weniger an den Haien als an der Zunahme des Wassersports. Passiert dennoch einmal ein tödlicher Unfall, beruht er meist auf Verwechslung mit einem Beutetier oder Provokation durch den Menschen

 

Der Weiße Hai - der Schlimmste seiner Art?

 

Was Haiattacken betrifft, so ist besonders der Weiße Hai in Verruf geraten. Nicht zuletzt durch den gleichnamigen Horrorshocker. Und tatsächlich führt er die Statistik bei tödlichen Unfällen an (gefolgt vom Tigerhai). Die meisten Attacken generell gehen aber auf den Bullenhai zurück, der sich auch häufig in größeren Flüssen wie z.B. dem Amazonas aufhält.

 

Ausgeprägtes Sozialverhalten

 

Obwohl Weiße Haie intelligente, sensible Tiere mit sehr ausgeprägtem Sozialverhalten sind, können sie grundsätzlich eine Gefahr für den Menschen darstellen . Diese geht jedoch nicht von der Aggression der Tiere aus, sondern beruht auf ihrer Größe und ihrem breiten Nahrungsspektrum. Da Weiße Hai neugierig auf die Umrisse ihrer Beute reagieren, können sie aus Versehen auch mal einen Menschen mit einer Robbe verwechseln und zubeißen.