Was sind Fossilien?

 

Sicher habt ihr auch schon mal Fossilien gefunden - vielleicht ohne es zu wissen. Spuren und Überreste gestorbener und ausgestorbener Lebewesen, die in Stein eingeschlossen sind nennt man so. Das interessiert auch Lucie, 9 Jahre: Was sind Fossilien und welche gibt es oft? fragt sie uns.

 

 

 

Ammoniten gehören zu den am häufigsten gefundenen Fossilien. Quelle © Ann Baldwin, Shutterstock

 

 

 

Das Wort Fossilien leitet sich vom lateinischen Wort „fodere“ (graben) ab und bedeutet „ausgegraben“. Wissenschaftler, die sich mit diesen Fossilien befassen, nennt man Paläontologen. Sie untersuchen Fossilien um mehr über die Entwicklung der Erde und ihre Geschichte zu erfahren.

 

Fossilien existieren in allen Formen und Größen: vom riesigen 22 Meter langen Brachiosaurusskelett im Berliner Naturkundemuseum bis zur winzigen, millimetergroßen Conodonten – fischähnlichen Wirbeltieren, die zu den Mikrofossilien gehören. In versteinerter Form gibt es zum Beispiel Pflanzenabdrücke wie Blätter, Fußabdrücke von Dinosauriern, Knochen von Mammuts, Libellen, Schnecken oder sogar Ausscheidungen, also den Kot, von ausgestorbenen Tieren.  

 

Wie entstehen Fossilien?

 

Nicht jedes gestorbene Lebewesen bleibt für die Nachwelt erhalten. Normalerweise sorgen Raubtiere, Aasfresser und Kleinstlebewesen wie Bakterien, Maden und Würmer, dass Tier- und Pflanzenreste gefressen oder abgebaut werden. Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Fossilien entstehen, ist das Fehlen von Sauerstoff. Und dass passiert immer dann, wenn Tiere oder Pflanzen fest eingeschlossen werden: zum Beispiel Insekten, die in Baumharz ertrinken oder Blätter, die im Moor versinken.

 

Am häufigsten findet man Fossilien in Gesteinen, die im Meer, aber auch in Seen und Flüssen entstanden sind. Wenn die im Meer lebenden Organismen sterben, sinken sie in die Tiefe und beginnen zu verwesen. In der Regel bleiben nur die Hartteile wie Schalen, Knochen und Zähne übrig, die in lockeren Sand und Schlamm eingebettet werden. Je schneller die Einbettung erfolgt, umso besser bleibt ein Fossil erhalten.

 

Wenn die Einlagerungsschicht von weiteren Schichten überlagert wird, wird sie in Festgestein umgewandelt. Auch die fossilen Reste versteinern indem sich Mineralen und Knochen in den Schalen und Knochen einlagern. Werden die Gesteine durch Kräfte des Erdinneren herausgehoben und durch Abtragungen wieder freigelegt, werden die Fossilien sichtbar.

 

Was sind Ammoniten?

 

Besondern häufige Fossilien sind Ammoniten. Mit etwas Glück kannst du sie sogar auf Steinen entdecken, die an jedem Feldrand liegen können. Ammoniten bevölkerten 350 Millionen Jahre lang alle Meere und werden als marine Kopffüßer bezeichnet. Sie lebten auch zur Zeit der Dinosaurier und sie starben etwa zur selben Zeit wie sie aus, vor etwa 65 Millionen Jahre, gegen Ende des Erdmittelalters. Sie umfassen 12000 Arten, die sich in etwa 1500 Gattungen aufteilen.