Warum waren die Dinosaurier damals größer als heute alle anderen Tiere?

Warum waren die Dinos eigentlich so riesig? Und warum viel größer als die Tiere heute? Das fragt uns Mariella, 6 Jahre.

Dinos waren nicht alle riesig. Es gab auch Exemplare so klein wie ein Hühnchen.Quelle: © Linda Bucklin, Shutterstock.

 

Dass alle Dinos riesig waren ist ein Trugschluss. Manche Arten hatten zwar die Größe eines Busses, andere waren dagegen nicht größer als ein Hühnerei. Die verschiedenen Dinosaurierarten haben sich immer ihren Lebensumständen angepasst, abhängig davon, wie das Futterangebot oder das Klima war.

Warum manche Dinosaurier so riesig wurden, ist immer noch nicht vollkommen geklärt. Aber Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Größe von der Nahrung abhing. Der Riesenwuchs trat bei vielen Tierarten am Ende der Jurazeit vor ungefähr 130 Millionen Jahren auf. Ein Beispiel ist der Brachiosaurus, der 22 Meter lang und 14 Meter hoch werden konnte.

Die riesigen Sauropoden (die größten landbewohnenden Tiere der Erdgeschichte) waren sogenannte Hochweider. Sie hatten sich auf besonders harte Blätter von Nadelbäumen spezialisiert. Die Pflanzenfresser kamen nicht leicht an ihre Nahrung. Ihre Zähne waren vor allem für das Abrupfen von Blättern geschaffen, weshalb sie die Blätter kaum kauten. Um die Blätter dann im Magen zermahlen zu können, schluckten sie zusätzlich Steine. Außerdem hatten sie eine Art riesigen Gärtank im Magen, damit sie die Pflanzenzellen im Magen auch spalten konnten. So benötigten sie schon allein für ihre „Verdauungsorgane“ eine gewisse Größe.

Zudem bot ihre Größe auch Schutz vor gefährlichen, aber kleineren Raubdinosauriern. Und sie konnten die Körperwärme besser regulieren.

Noch mehr zum Thema erfährst du in WAS IST WAS Band 15. Dinosaurier. Im Reich der Riesenechsen