Was aßen die Menschen im Mittelalter?

Pommes? Natürlich nicht! Nudeln mit Tomatensoße? Fehlanzeige. Nicht einmal Reis oder Kartoffeln waren im Mittelalter bei uns bekannt. Der tägliche Speiseplan hing von den Jahreszeiten und vom gesellschaftlichen Stand ab.

Hirse in Form von Brei gehörte zu den Hauptnahrungsmitteln im Mittelalter. Quelle © Brent Hofacker

Das wichtigste Nahrungsmittel im Mittelalter war Brot, meist dunkles Brot aus Roggen, Dinkel oder Hafer. Helles Weißbrot aßen nur die reichen. Oft gab es auch Brei und Suppen aus Getreide, etwa Hirse.  Arm und Reich aßen Eintöpfe aus Linsen und Bohnen. Aus der Milch von Schafen und Ziegen wurden Butter und Käse hergestellt.

Bei den reicheren Leuten war das Essen abwechslungsreicher. Es gab viel Fleisch, etwa Wild, Ente, Gans und Taube, weiß das Jagen dem Adel vorbehalten war. Außerdem aß man getrocknete Früchte, Gewürze und Nüsse aus anderen Ländern.

Getrunken wurden Wasser, Bier und seltener Wein. Süßigkeiten wie wir es heute kennen gab es gar nicht, denn Zucker war praktisch unbekannt. Man süßte mit Honig und aß Trockenfrüchte oder frisches Obst.

Übrigens: Die heute weit verbreitete Kartoffel kam erst im 16. Jahrhundert zu uns. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika.