Wie kommen Bücher in den Handel?

Um neue Bücher im Buchhandel vorzustellen, sind für die Verlage Außendienstmitarbeiter im Einsatz, sogenannte Vertreter.

 

Für die Beratung und Betreuung von ganz unterschiedlichen Kunden sind die Außendienstmitarbeiter eines Verlages zuständig. Sie vertreten den Verlag mit seinem Programm im Handel deshalb werden sie auch Vertreter genannt. Die Außendienstmitarbeiter besuchen und beraten die bekannten Buchhändler und versuchen auch neue Händler als Kunden zu gewinnen.

Die Einteilung der Kunden

Im Tessloff Verlag ist das Einsatzgebiet Deutschland, Österreich und die Schweiz in unterschiedliche Gebiete aufgeteilt. Jeder Außendienstler betreut eine spezielle Region. So bereist zum Beispiel Peter Evers Bremen, das westliche Niedersachsen und das nordwestliche Nordrhein-Westfalen.

Daneben wird aber auch in der Art der Kunden unterschieden. Die einen zählen die Buchhändler oder Museen zu ihren Kunden und andere kümmern sich um Spielwarenhändler oder Kauf- und Warenhäuser.

Immer unterwegs

Außendienstmitarbeiter sind viel unterwegs. Sie reisen durch ihr Gebiet, machen Termine mit den einzelnen Händlern aus und stellen ihnen bei einem Treffen die Neuheiten im Programm vor. Sie beraten die Händler auch in Sachen Werbematerialen, wenn es um Kataloge, Plakate, Dekorationsmaterial oder Präsentationsmittel geht. Sie besprechen mit ihnen Probleme, nehmen Bestellungen auf und kümmern sich darum, dass jeder pünktlich seine bestellten Bücher geliefert bekommt. Die Bestellungen gehen dann direkt an ein zentrales Auslieferungslager, von wo aus alle Buchhändler beliefert werden.

Außerdem sind sie bei Messen, wie der Frankfurter und Leipziger Buchmesse, der Bildungsmesse oder der Internationalen Spielwarenmesse am Stand anzutreffen. Dort können sie sich dann mit ihren Kunden persönlich austauschen und stehen Gästen mit Rat und Tat zur Seite.

Zwei Mal im Jahr kommen alle Außendienstmitarbeiter und die Programmverantwortlichen zusammen. Dann wird über das abgelaufene Jahr gesprochen, Verbesserungsvorschläge gemacht, Bilanz gezogen und ein Ausblick in das zukünftige Programm gegeben. Die Außendienstler erfahren, welche Titel als nächstes anstehen und erzählen den Programmleuten, was Buchhändler in ihren Regalen vermissen oder aus welchen Gründen das eine oder andere Buch nicht so gut angekommen ist, ein anderes dafür umso besser.

Wissen, wer welche Titel braucht

Jeder Laden, jedes Kaufhaus hat spezielle Wünsche. Ein Buchhändler weiß, welche Bücher sich in seinem Laden am besten verkaufen. Ein guter Vertreter kennt die Vorlieben und Besonderheiten seiner Kunden und geht bei der Vorstellung des Programms darauf ein. Je länger ein Außendienstmitarbeiter bei einem Verlag ist, desto besser kennt er die wichtigen Unterschiede und Einzelheiten der Kunden.

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