Weltraum-Touristen

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Während der erste zahlende Weltraum- Tourist Dennis Tito von der ISS zur Erde zurückgekehrt ist, gibt es einen weiteren Kandidaten. Auch Titanic-Regisseur James Cameron will ins All.

Der «Titanic»-Regisseur James Cameron (46) will als nächster Weltraum-Tourist zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.



Nach einem Bericht der Zeitung «USA Today» verhandelt Cameron zur Zeit mit der russischen Weltraum-Agentur über die Reise.  Er würde voraussichtlich Ende des Jahres 2002 fliegen, weil er vorher noch ein intensives Training absolvieren müsste.



Offenbar strebt der Filmemacher auch an, als erste Privatperson einen Weltraumspaziergang zu absolvieren. Außerdem plant er einen 3D-Film für IMAX-Kinos.



Der 60-jährige Amerikaner Tito war am Samstag, den 28. April 2001 vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet. Für seine Reise ins All hatte er 20 Millionen Dollar (knapp 44 Millionen Mark) bezahlt.



Bis zu seinem Flug zur ISS hatten Tito und Russland einige Widerstände bei den anderen Partnern der ISS zu überwinden. Er wurde befürchtet, dass der Ablauf der sich noch im Aufbau befindlichen Station gestört werden würde, und der Besuch eines Touristen auf der ISS zu gefährlich sein könne.



Nach Einschätzungen der Tourismuswirtschaft besteht bei vielen Menschen ein ausgeprägter Wunsch, in den Weltraum zu fliegen. Nach Meinung von Raumfahrtexperten könnte dieser Wunsch mittelfristig zu einer wichtigen Triebfeder für die weitere Entwicklung der Raumfahrt werden.



Die US-Firma Space Adventures plant in Kooperation mit Russland, künftig auch Flüge um den Mond herum anzubieten.



Privat finanzierte Projekte bemühen sich außerdem seit Jahren, eigene Trägerraketen und Raumfahrzeuge zu entwickeln. Eine weitere Stimulation ergibt sich durch die 1996 erfolgte Ausschreibung des Ansari X-Prize. Dieser belohnt den ersten von einem privaten Betreiber verwirklichten bemannten Raumflug mit zehn Millionen US-Dollar.



Derzeit werden auch Pläne für ein Weltraum-Hotel verfolgt. Bis zum Jahr 2015 könnte es fertig sein und zahlungskräftige Kunden beherbergen.

(RR 30.4.2001)

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