Pioniere im All: Die Affen Baker und Able

Am 28. Mai 1959 schickte die NASA die beiden Rhesus-Äffchen ins All. Sie waren die ersten beiden Affen, die lebend wieder auf die Erde kamen.

1958 flog Gordo als erster Primat ins All. Er überlebte allerdings nicht, weil es Probleme mit dem Fallschirm gab und seine Kapsel im Meer versank. Nach sechs Stunden wurde die Suchaktion der Army abgebrochen.

Am 28. Mai 1959 wurden dann die beiden Rhesus-Affendamen Able und Miss Baker ins All geschossen. Sie wurden in einer JupiterAM-18 Rakete von Cape Canaveral in Florida rund 500 Kilometer ins All geschossen um zu testen, wie sich die Schwerelosigkeit auf ihren Körper auswirkt. Verkabelt und festgeschnallt überlebten die beiden Tiere die Reise von 2500 Kilometern, die nach 15 Minuten nahe der Karibik-Insel Antiqua wieder endete. Sie waren die ersten beiden Tierastronauten, die lebend wieder auf die Erde zurückkamen.

Able starb kurz nach dem Flug bei einer Operation wegen einer entzündeten Elektrode, die ihr unter die Haut gepflanzt worden war. Zu sehen ist das ausgestopfte Tier heute noch im Luft- und Raumfahrtmuseum in Washington. Baker wurde 27 Jahre alt. Sie starb 1984 an Nierenversagen. Zu Lebzeiten bekam die Affendame sogar Fanpost und wurde ins Weiße Haus eingeladen.

Am 04. 12. 1959 wurde der kleine Rhesus-Affe Sam (siehe Bild) mit der amerikanischen Mercury Kapsel auf einen Flug noch innerhalb der Erdatmosphäre transportiert, 1960 der weibliche Rhesus-Affe Miss Sam.

Dann wurden auch Schimpansen für die Tests verwendet. Ham flog im Januar 1961 ebenfalls in einer Mercury Mission. Erst im November 1961 gelang es den Amerikanern, einen Affen - er hieß Enos - auf eine Umlaufbahn ins All zu schicken. Enos umrundete 2 Mal unseren Planeten in einer Mercury Kapsel, die bereits für den bemannten Raumflug ausgestattet war.

1985 gab es die US-Raumfahrtbehörde auf, Affen ins All zu senden.

-ab-28.05.2009 Fotos: NASA/PD

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt