Neue Besatzung zur ISS

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Neue Besatzung zur ISS

Die Raumfähre Endeavour brachte eine neue Besatzung zur internationalen Raumstation (ISS).

Der neue russische Kommandant Juri Onufrienko wird zusammen mit den Amerikanern Carl Walz und Daniel Bursch bis Mai nächsten Jahres auf der Raumstation bleiben.

In 400 Kilometern Höhe über Osteuropa dockte die Raumfähre Endeavour am Freitag, den 7. 12. 2001 planmäßig um 21 Uhr 03 MEZ an der ISS an.

Drei Stunden später betrat der neue russische Kommandant Juri Onufrienko die Station. Für den 40-jährigen Luftwaffenoberst ist es nicht der erste Aufenthalt in der Erdumlaufbahn: Schon 1996 verbrachte er sechs Monate an Bord der russischen Raumstation Mir. Als Gastgeschenk brachte er seinem Vorgänger Frank Culbertson frische Äpfel mit. Im Gepäck hat die Endeavour unter anderem 24 Mäuse und 36 Wachteleier, die für wissenschaftlichen Experimente verwendet werden sollen.

Zusammen mit den beiden russischen Kosmonauten Wladimir Deschurow und Michail Tjurin hat Culbertson am 15. Dezember nach vier Monaten den Rückflug zur Erde angetreten. Die drei konnten zusammen mit ihren Familien Weihnachten feiern, während Onufrienko zusammen mit den Amerikanern Carl Walz und Daniel Bursch das Fest im All beging.

Die neue Crew soll bis Mai 2002 auf der Raumstation bleiben. Neben vielen wissenschaftlichen Versuchen sollen sie den Ausbau der Station weiter vorantreiben. So soll Anfang 2002 mit der Installation eines metallenen Rückrats der Station begonnen werden.

 Die Internationale Raumstation ISS (International Space Station) ist nach der russischen Mir das zweite bemannte Großlabor im Weltraum.  Sie umkreist die Erde in rund 400 Kilometern Höhe.  Für eine Erdumkreisung benötigt sie 94 Minuten. Nach ihrer Fertigstellung wird sie die Größe von drei Fußballfeldern haben (108 Meter breit, gut 88 Meter tief und 450 Tonnen schwer).

Die Endeavour ist am 18. Dezember zur Erde zurückgekehrt.

Bei der NASA findest du mehr Informationen über die Internationale Raumstation - leider nur in englischer Sprache.

Foto: NASA Text: RR/dpa 10./19. 12. 2001 - 7. 1. 2002

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