Mit dem Sputnik begann der Wettlauf um den Weltraum

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Mit dem Sputnik begann der Wettlauf um den Weltraum

Am 4. Oktober 1957 schockierte ein gleichmäßiges Piepsen aus dem Weltraum die westliche Welt. Mit Sputnik I hatte die Sowjetunion den ersten künstlichen Erdtrabanten ins All geschossen. Offenkundig hatte die Sowjetunion die stärkeren Raketen. Nur wenige Wochen später schicken die Sowjets die Hündin Laika in die Umlaufbahn.

Sputnik-1 war nichts anderes als eine knapp über 80 Kilo schwere Kugel mit einem Durchmesser von 58 Zentimetern, und vier Antennen.



Der Sputnik stand am Ende der Entwicklung einer neuen Interkontinentalrakete mitten im so genannten "Kalten Krieg". Diese Rakete konnte Atomsprengköpfe über weite Strecken transportieren.

Die Führung der Sowjetunion kam im Kreml auf die Idee, dass der Transport eines künstlichen Erdtrabanten ins All einen größeren Propagandaeffekt haben würde als die bloße Präsentation einer Trägerrakete. Diese Rechnung ging auf.

Zwischen 1957 und Oktober 1962 gab es insgesamt 22 Sputnik-Missionen der Sowjetunion. Viele dieser Satelliten verunglückten allerdings vor Erreichen der Erdumlaufbahn.



Die USA zogen erst 1958 mit Explorer I nach. Sie gründeten die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und waren gerade so weit, einen Astronauten ins All zu schießen, als sie von Juri Gagarins Triumph erfuhren: Die Sowjets hatten den ersten Menschen in die Erdumlaufbahn befördert.

Drei Wochen später wurde Alan Shepard in einer Mercury-Raumkapsel als erster Amerikaner ins All katapultiert allerdings nur auf einem ballistischen Flug von 15 Minuten Dauer.

Als erster US-Astronaut, der dreimal die Erde umkreiste, startete am 20. Februar 1962 John Glenn ins All. Der 40jährige Luftwaffenpilot wurde zu einer Raumfahrt-Legende.

1998 flog er noch einmal mit der Raumfähre Discovery in den Orbit und wurde so auch zum bislang ältesten Menschen im All.

Bereits im Mai 1961 hatte US-Präsident John F. Kennedy angekündigt, bis zum Ende des Jahrzehnts einen US-Amerikaner auf den Mond zu bringen.

Mit Valentina Tereshkova schickte die Sowjetunion die erste Frau im Weltall. Ab 16. Juni 1963 umkreiste Sie die Erde in 70,8 Stunden 48 mal in der Wostok 6.

Auch in der Erdumlaufbahn behielten die Sowjets ihren Vorsprung bei: 1965 schwebte der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow, nur mit einer Leine gesichert, für 12 Minuten außerhalb des Raumschiffes und führte damit den ersten Weltraumspaziergang durch.

Drei Monate später zogen die Amerikaner gleich: Der Amerikaner Edward White verließ ebenfalls sein Gemini-Raumschiff für einen 20-minütigen Weltraumausstieg.

Zwei Jahre später kam White zusammen mit seinen Astronautenkollegen Chaffee und Grissom an Bord der Kommandokapsel Apollo 1 ums Leben. Der bei einem Bodentest entstandene Brand bedeutete einen dramatischen Rückschlag für das amerikanische Mondprogramm.

Auch in der Sowjetunion gab es Opfer: Der Kosmonaut Wladimir Komarow starb, als seine Landekapsel beim Wiedereintritt in die Atmosphäre ungebremst zu Boden stürzte. Am 27. März 1968 stürzte Juri Gagarin bei einem Übungsflug mit einem Düsenjäger tödlich ab.

 

Mit der Mondlandung am 21. Juli 1969 wurde es dann doch noch ein Jahrzehnt des amerikanischen Weltraumprogramms.

Dafür hatten in den Siebziger Jahren die Russen dann die Nase beim Bau der ersten Weltraumstation vorn.


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RR 4. 10. 2000 Bilder: NASA

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