MIR stürzte planmäßig ab

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MIR stürzte planmäßig ab

Seit Tagen herrschte Angst in einigen Teilen der Welt: in Japan wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen für den Fall, dass die MIR von der vorgesehenden Flugbahn abkommen würde. Auch in Deutschland wurde spekuliert, ob die Gefahr bestünde, dass Teile der Raumstation hierzulande vom Himmel stürzen.

Nun die Entwarnung. Alles verlief planmäßig. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte bereits der größte Teil der Raumstation. Die Reste stürzten in den Südpazifik. Von den Fidschi-Inseln aus konnte das Ende des Manövers beoabachtet werden.

Foto: NASA .

15 Jahre im All

Die Mir wog 140 Tonnen, war 33 Meter lang und 30 Meter breit.

Ursprünglich hätte sie nur fünf Jahre im All bleiben sollen 15 Jahre sind es geworden. Wegen des sehr hohen Dienstalters haben sich vor allem in den letzten fünf Jahren die Pannen gehäuft.

Problematische Aktionen

Die russische Luft- und Raumfahrtorganisation beseitigt nicht zum ersten Mal ein Raumfahrzeug aus dem Orbit. Allerdings verlief die Geschichte solcher Aktionen nicht immer pannenlos: 1978 stürzte ein sowjetischer Militärsatellit über Nordkanada ab. Die radioaktiven Trümmer wurden gefunden und von amerikanischen Spezialisten unschädlich gemacht. 1991 fielen Teile der russischen Raumstation Saljut 7 in den argentinischen Anden zur Erde - ohne Schaden, aber weltweit von Angst begleitet.

Nachfolger schon in der Umlaufbahn

Mit dem Absturz endet 2001 die Geschichte der am 26. Februar 1986 gestarteten und erstmals nach einem Baukastenprinzip konzipierten Station. Die Forschung im All geht jedoch weiter in der Internationalen Raumstation ISS, einem Gemeinschaftsprojekt mehrerer Staaten.

Die ISS (International Space Station) ist nach der russischen Mir das zweite bemannte Großlabor im Weltraum. Sie umkreist die Erde in rund 400 Kilometern Höhe.  Für eine Erdumkreisung benötigt sie 94 Minuten. Nach ihrer Fertigstellung wird sie die Größe von drei Fußballfeldern haben (108 Meter breit, gut 88 Meter tief und 450 Tonnen schwer).



Text: RR, Fotos: NASA


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