Erste Besatzung zur ISS

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Erste Besatzung zur ISS

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat den Start der ersten Crew zur Internationalen Raumstation (ISS) als einen "bedeutenden Schritt für die grenzüberschreitende Kooperation in der internationalen Forschung" gewürdigt. Mit dem Bezug der Station beginne "ein neues Zeitalter in der Raumfahrtforschung", sagte sie am 31. Oktober 2000 in Berlin.

Foto: NASA

Um 8.53 Uhr MEZ am Dienstag, den 31. 10. 2000 ist die erste Dauerbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ins All aufgebrochen. Wenige Minuten nach einem Traumstart vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan erreichte die Sojus-Kapsel mit einem Amerikaner und zwei Russen an Bord die Erdumlaufbahn.

Am Donnerstag, den 02. 11. um 10. 21 Uhr MEZ, hat das Sojus-Raumschiff automatisch an das Wohn- und Service-Modul "Swesda" (zu deutsch Stern) angedockt. Später öffneten Astronaut William Shepherd und seine russischen Kollegen Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko die Luke zwischen der Sojus-Kapsel und der Raumstation und betraten ihr neues Zuhause.

Um 11.54 Uhr MEZ meldeten die Raumfahrer ihren Erfolg per Funk zur Bodenstation.

Jetzt befindet sich die erste Langzeitbesatzung auf der Internationalen Raumstation ISS. Vier Monate wird sie planmäßig im All verbringen. Die Astronauten sollen die Großbaustelle in 350 Kilometern Höhe zum Leben erwecken. Ihre wichtigste Aufgabe ist, die Computer und Rechner der ISS-Module miteinander zu verbinden. Erst später werden sie mit Experimenten an Bord beginnen.

Die erste ISS-Besatzung wird während ihrer 117 Tage im All Besuch von einer US-Raumfähre bekommen und zwei russische Progress-Frachter mit zusätzlicher Ausrüstung empfangen. Der Flug der ISS soll in den ersten Jahren vor allem vom russischen Kontrollzentrum bei Moskau aus gesteuert werden.

Der Bau der Raumstation soll frühestens 2004 mit dem Start des europäischen Forschungslabors Columbus abgeschlossen werden. An dem größten internationalen Forschungsprojekt im Weltraum beteiligen sich 16 Nationen, darunter auch Deutschland.

Am 30. November 2000 flog die Raumfähre "Endeavour" zur ISS. Bei der NASA erfährst du mehr darüber - leider nur in englischer Sprache.

Text: RR, 31-10-2000, Fotos: NASA

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