Helden gesucht - Jugend forscht 2007

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Helden gesucht - Jugend forscht 2007

Jugend forscht kann sich wieder über eine herausragende Beteiligung freuen. Die jungen Forscherinnen und Forscher treten ab Anfang Februar zunächst auf einem der bundesweit 68 Regionalwettbewerbe an. Dort präsentieren sie insgesamt 4626 Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit.

Unter dem Motto "Helden gesucht" sind 9121 Jungforscherinnen und Jungforscher in die 42. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht gestartet.  Im Vorjahr verzeichnete der Wettbewerb insgesamt 9603 Anmeldungen.

Zum Vergleich: An der ersten Wettbewerbsrunde im Jahr 1966 hatten 244 Mädchen und Jungen teilgenommen. Insgesamt haben bisher fast 150 000 junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher mit ihren Entdeckungen um Preise und Auszeichnungen gewetteifert.

Schulbedingter Rückgang der Teilnehmer

Der Spitzenreiter unter den sieben Jugend forscht Fachgebieten ist auch in der 42. Wettbewerbsrunde wieder Biologie mit knapp 25 Prozent aller Anmeldungen; es folgen die Fächer Chemie mit fast 20 Prozent und Technik mit rund 16 Prozent. Der Anteil der Mädchen liegt unverändert bei mehr als 37 Prozent.

Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, die Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V. führt die im Vorjahresvergleich leicht verringerte Beteiligung um 5 Prozent auf die Einführung des achtstufigen Gymnasiums und der Ganztagsschule zurück. Dadurch verfügten gerade viele ältere Schüler über weniger Zeit für außerschulische Aktivitäten wie die Teilnahme an Wettbewerben. So erkläre sich der Rückgang der Anmeldungen in der Sparte Jugend forscht um gut 14 Prozent gegenüber 2006, meint Dr. Krautkrämer-Wagner. Zugleich belege die Zunahme der Anmeldungen in der Sparte Schüler experimentieren um knapp 6 Prozent, dass Initiativen wie Schülerlabore und Kinderuniversitäten einen nachhaltigen Effekt entfalten und bei jüngeren Schülern das Interesse an Jugend forscht weckten.

Wichtige Sponsoren

Seit der Gründung 1965 ist die Finanzierung der Wettbewerbe durch Wirtschaft und Wissenschaft ein Eckpfeiler von Jugend forscht. Dieses in Deutschland seinerzeit einzigartige Organisationsmodell war eine Idee des Jugend forscht Initiators Henri Nannen. Der damalige Chefredakteur der Zeitschrift Stern bewies damit Weitblick: Sein innovatives Konzept ermöglichte in der Folgezeit die Erweiterung des Wettbewerbs. In diesem Jahr finden auf  Regional-, Landes- sowie Bundesebene insgesamt 90 Wettbewerbe statt, die alle von so genannten Jugend forscht Patenunternehmen veranstaltet werden. Neben Firmen sind darunter mittlerweile auch Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Verbände. Heute ist Sponsoring angesichts knapper öffentlicher Kassen im Bildungsbereich zunehmend üblich.

Wer darf mitmachen?

Teilnehmen dürfen junge Menschen, die am 31. Dezember des Anmeldejahres nicht älter als 21 Jahre sind. Wer am 31. Dezember des Anmeldejahres nicht älter als 14 Jahre ist, nimmt in der Juniorensparte Schüler experimentieren teil alle 15- bis 21-Jährigen in der Sparte Jugend forscht. Studenten dürfen sich nur während ihres ersten Studienjahrs anmelden. Bei Gruppen ist das Alter des ältesten Teilnehmers für die Eingruppierung in die jeweilige Wettbewerbssparte ausschlaggebend.

Jedes Projekt muss einem Fachgebiet zugeordnet werden: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik stehen zur Auswahl. Wenn du ein Thema für eine Jugend forscht Arbeit gefunden hast, solltest du dich so schnell wie möglich zum Wettbewerb im nächsten Jahr anmelden. Anmeldeschluss ist  immer der 30. November!

Bundespräsident ist Schirmherr

Die Arbeit der Jugend forscht Geschäftsstelle in Hamburg wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Seit 1977 begleitet der Bundespräsident den Wettbewerb als Schirmherr und Preisstifter. Ein Preisstifter mit Tradition ist auch der Bundeskanzler, der 1971 zum ersten Mal den Sonderpreis für die originellste Arbeit auslobte. Seit 1981 fahren neben dem Gewinner dieses Sonderpreises auch alle Platzierten des Bundeswettbewerbs zum Kanzlerempfang in die deutsche Hauptstadt.

Der Weg ins Finale

Die jungen Forscherinnen und Forscher treten seit  Anfang Februar zunächst auf einem der bundesweit 68 Regionalwettbewerbe an. Dort präsentieren sie insgesamt 4626 Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Die Besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März und April. Den Abschluss der 42. Runde von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG als Bundespatenunternehmen.

Weitere Informationen gibt es bei der Stiftung Jugend forscht, Baumwall 5, 20459 Hamburg.

Text: RR, 5. 2. 2007, Fotos: Stiftung Jugend forscht e. V.

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