Der Weltnichtrauchertag 2010

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Der Weltnichtrauchertag 2010

Dass Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, weiß eigentlich jeder. Dennoch greift in Deutschland mehr als ein Viertel der Bevölkerung täglich zum Glimmstängel. Der Weltnichtrauchertag macht jedes Jahr auf die verschiedenen Probleme und Gefahren des Rauchens aufmerksam. Wie gefährlich ist Rauchen?

Jeder Vierte greift in Deutschland täglich zu Zigarette und Feuerzeug.


Rauchen in Deutschland

Mehr als ein Viertel der Deutschen sind Raucher. Insgesamt 26 Prozent der Bevölkerung greifen täglich zur Zigarettenschachtel. Der Anteil der jugendlichen Raucher liegt in Deutschland bei 15 Prozent. Einstiegsalter ist 13 Jahre. Je früher man anfängt, umso stärker wirken sich die negativen Effekte des Rauchens auf den sich entwickelnden Körper aus.

Seit 2007 gibt es in Deutschland ein Gesetz zum Nichtraucherschutz. Dadurch ist in allen öffentlichen Institutionen, wie Schulen, Krankenhäusern oder Behörden, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln das Rauchen verboten. Um auch in Restaurants die Nichtraucher vor den Gefahren des Passivrauchens zu bewahren, gab es auf Länderebene verschiedene Gesetze, die aber selten wirksam waren und zum Beispiel in Bayern wieder gelockert wurden.

Rauchen kann tödlich sein - solche Warnhinweise stehen auf allen Tabakprodukten.



Gefahren des Rauchens

Der Tabak in einer Zigarette oder Zigarre enthält Schadstoffe. Das Nervengift Nikotin ist für die Abhängigkeit vom Rauchen verantwortlich und verursacht Durchblutungsstörungen. Beim Rauchen entsteht Teer, der in den Körper aufgenommen wird und sich langsam in der Lunge ablagert. Außerdem enthalten Zigaretten Kohlenmonoxid, ein giftiges Gas, wodurch die Organe nicht genügend Sauerstoff erhalten.

Das Einatmen von Tabakrauch auch das Passivrauchen erhöht das Risiko für einige schwerwiegende Krankheiten. Darunter sind vor allem verschiedenste Krebsarten, vor allen Lungen- und Kehlkopfkrebs. Außerdem steigt das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Die Alterung der Haut wird beschleunigt. Dies sind nur wenige Beispiele für Krankheiten, die durch das Rauchen gefördert werden.

So sieht eine Raucherlunge aus, die jahrelang unter den Schadstoffen aus Zigaretten leiden musste.


Der Weltnichtrauchertag

Seit 1987 gibt es den Weltnichtrauchertag. Er wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen und findet jährlich am 31. Mai statt. In Deutschland wird er von der Deutschen Krebshilfe und vom Aktionsbündnis Nichtrauchen koordiniert. Durch Aktionen und Kampagnen wird dabei auf die verschiedenen Gefahren des Rauchens und auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen für Nichtraucher aufmerksam gemacht.

In diesem Jahr lautet das Thema des Weltnichtrauchertags Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie. Damit soll auf die Methoden der Tabakwerbung hingewiesen werden. Und die Politik soll aufgefordert werden, vor allem Jugendliche vor der Versuchen des Rauchens zu schützen.

Zigaretten sind das verbreiteste Suchtmittel der Welt. Täglich sterben Menschen an den Folgen des Rauchens.



Frauen und Jugendliche sind gefährdet

Jährlich sterben weltweit zirka 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Daher benötigt die Tabakindustrie ständig neue Kunden, weshalb sie verstärkt versucht Frauen und Jugendliche mit ihrer Werbung zu verführen. So wird Rauchen mit Schönheitsidealen verbunden, um Rauchen attraktiver zu machen.

Zwar Rauchen in Deutschland weniger Frauen (26 Prozent) als Männer (34 Prozent), doch bei Frauen reichen bereits geringere Mengen aus, um das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und für Krebs deutlich zu erhöhen. Außerdem fällt es Frauen statistisch oft schwerer, mit dem Rauchen aufzuhören. Für Jugendliche ist Rauchen besonders gefährlich, weil sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, die durch die Schadstoffe entscheidend gestört werden kann.

Der Weltnichtrauchertag schafft eine Plattform für diese Risiken und Probleme und trägt deshalb dazu bei, dass in Zukunft vielleicht weniger Menschen an den Folgen des Rauchens sterben.



30.05.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Vorschau: Torsten Hennind (pd), Anzünden & Packungen: Hendrike (GNU 1.2, cc-by-sa 3.0), Raucherlunge: Dr. Edwin P. Ewing Jr. (pd), Zigaretten: Geierunited (GNU 1.2, cc-by-sa 3.0)

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