Das Internationale Astronomiejahr 2009

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Das Internationale Astronomiejahr 2009

Das Weltall. Du lebst darin Entdecke es! So lautet das Motto des Internationalen Jahres der Astronomie 2009. Anlass sind die Meilensteine zur Erforschung des Weltalls, die vor 400 Jahren durch Astronomen wie Galileo Galilei oder Johannes Kepler gesetzt wurden. Erstmals wurden Teleskope in den Himmel gerichtet, und den Menschen eröffnete sich ein ganz neues Universum.

Am 20.12.2007 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2009 offiziell zum International Year of Astronomy (IYA 2009, Astro-Jahr) erklärt. Initiiert wurde das Jahr von der International Astronomical Union (IAU) und der UNESCO, in Erinnerung an den 400. Jahrestag der ersten Himmelsbeobachtungen durch ein Galileisches Fernrohr. Astronomie als allumfassendste Wissenschaft ist tief verwurzelt im Kulturerbe der Menschheit.

Astrophysikalische Erkenntnisse revolutionieren auch heute noch unser Weltbild und Verständnis des Universums.

Gigantische Sternen-Party

Anlässlich des Astronomiejahres laufen an allen Volkssternwarten Programme an, welche die Öffentlichkeit zur Himmelsbeobachtung einladen. Weltweit sollen die Menschen im Astronomiejahr nun selbst den Blick durch ein Fernrohr wagen dürfen und staunen wie Galileo Galilei im Jahre 1609, als er zum ersten Mal die Mondoberfläche, die Abermillionen Sterne unserer Milchstraße oder die Jupitermonde sah.

Vom 2. bis 5. April 2009 gibt es ein besonderes Highlight mit der weltweiten Aktion "100 Stunden Astronomie", einer Art Beobachtungs-Marathon rund um die Uhr, rund um den Globus, vor Ort und multimedial.  Zur Beteiligung an dieser größten Star Party aller Zeiten hat Deutschlands größte überregionale Vereinigung von Amateurastronomen, die Vereinigung der Sternfreunde e.V., den 4. April zum bundesweiten Astronomietag  ausgerufen. Hunderte Einrichtungen in ganz Deutschland werden zu einer Langen Nacht der Sterne ihre Türen öffnen.

Astronomie und Kultur

Die Verknüpfung von Astronomie, Geschichte und Zeitgeschehen steht im Mittelpunkt des zweiten Quartals  von April bis Juni. Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Ereignisse werden an den verschiedensten Stellen in Deutschland angeboten. Wie hat die Astronomie verschiedene Kulturen der Welt beeinflusst? Wie inspiriert sie den Künstler? Ein vielfältiges Bühnenprogramm bietet das astronomische Sommerkulturfestival am 27. Juni 2009 in Bonn mit einer Mischung aus Talk, Kabarett und Klassik.

Weltbilder der Astronomie

Menschen haben sich seit jeher Gedanken um ihren Platz in der Welt gemacht. So gab es schon seitdem es Menschen gibt, unterschiedlichste Vorstellungen davon, wie die Welt auszusehen hat. Das dritte Quartal spannt den Bogen von der Historie bis zur modernen Kosmologie. Was wissen wir über unser Universum? Unseren Platz im Kosmos? Leben im Universum? Die Zukunft? Das Universum mit Spektroskopie entschlüsseln wollen die Astrophysiker während der Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft vom 21.-25. September in Potsdam. Die Highlights der Physik in Köln machen das Thema Astronomie in diesem Jahr zur gleichen Zeit zur spannenden Show für die Öffentlichkeit.

Astronomie und Schule

Die jüngsten Entdecker spricht vor allem das letzte Quartal an. Schon Kleinkinder sind fasziniert von den Sternen. Diese Begeisterung regt zum Denken an. Warum gibt es Tag und Nacht? Warum erleben wir Jahreszeiten? Wo im Kosmos kann es Leben geben? Es sind alltägliche wie grundlegende Fragen, welche die Astronomie beantworten will. Vom 9.-15. November steht die Woche der Schulastronomie unter dem Motto Die Sonne ist ein normaler Stern.

Weitere Informationen und Veranstaltungen des Astrojahres: www.astronomie2009.de



Wenn dich der Weltraum und Raumfahrt allgemein interessiert, dann wirf doch auch mal einen Blick in unseren WAS IST WAS-Band 6: Die Sterne oder in den WAS IST WAS-Band 16: Planeten und Raumfahrt

Text: RR/AIP, 2. 2. 2009, Bilder: Astrophysikalisches Institut Potsdam


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