Leibnizpreis Nr. 21

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Leibnizpreis Nr. 21

Heute wird zum 21. Mal der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft an hervorragende Wissenschaftler aus allen Fachgebieten verliehen. Mit bis zu 1, 55 Millionen Euro Preisgeld lässt sich entspannt forschen.

Benannt ist der Preis nach Gottfried Wilhelm Leibniz. Er wurde am 21. Juni 1646 in Leipzig geboren. Bekannt ist er als Philosoph, Mathematiker und Physiker. Er entwickelte mathematische Verfahren, die auch heute noch in Gebrauch sind. Er war wohl einer der letzten Universalgelehrten, also jemand, der einen umfassenden Überblick über das Wissen seiner Zeit hatte.

Hauptgewinn für Wissenschaftler

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der Förderpreis mit der größten Gewinnsumme in Deutschland. Seit 1985 wird er jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen. Der Preis soll die Arbeitsbedingungen der ausgezeichneten Wissenschaftler verbessern. Sie dürfen das Preisgeld in einem Zeitraum von fünf Jahren für ihre Forschungen einsetzen.

Durch das Geld soll den Forschern das Wissenschaftlerleben erleichtert werden. Denn als Forscher erhält man nicht automatisch Geld von Staat oder Universität. Immer wieder müssen Wissenschaftler selbst Geld für ihr Institut oder ihren Lehrstuhl organisieren. Man nennt das auch "Drittmittelwerbung", weil das Geld dann eben nicht von Staat oder Universität kommt, sondern eben von Dritten. Das sind fast immer Unternehmen, die im Gegenzug von den Forschungsergebnissen profitieren wollen.

Ein Forscher soll forschen...

Prof. Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der DFG, überreicht den Leibnizpreis am 8. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

Durch das Preisgeld sind die Forscher ein paar Jahre von der Sorge um das liebe Geld enthoben. Sie können auch etwas abseitigere Themen erforschen, die nicht sofort als Produkt vermarktet werden können. Sie können also mehr so genannte Grundlagenforschung betreiben. Durch das Geld können sie auch Sekretärinnen einstellen, die sich um den ganzen Papierkram eines Forschers kümmern. So bleibt dann mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe eines Wissenschaftlers - das Forschen.

Weniger Geld für Theoretiker

Und auch junge Forscher profitieren von solchen Preisen. Denn die Preisträger können von dem Geld Nachwuchswissenschaftler einstellen. Als Preisgeld erhalten Forscher, die praktisch arbeiten, die also komplizierte und teure Apparate für ihr Fachgebiet benötigen, 1,55 Millionen Euro als Fördersumme. Wissenschaftler, die eher theoretisch mit vielen Büchern am Schreibtisch arbeiten, erhalten gut die Hälfte des Betrags, also etwa 770 000 Euro. Seit 1985 wurden nun insgesamt 239 Preise vergeben.

Insgesamt erhielten dieses Jahr elf Wissenschaftler den Förderpreis. Ausgezeichnet werden auch Geisteswissenschaftler wie der Philosoph Dominik Perler von der Humboldt-Universität in Berlin. Er beschäftigt sich unter anderem mit der spannenden Frage, ob und in welcher Form auch Tiere einen Geist haben.

Auf dieser Seite erfahrt ihr alles weitere über die anderen Preisträger des diesjährigen Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises.

Text: -jj- 3.2.2006 // Bilder/Illus: Leibniz PD; Winnacker/Perler © DFG

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