Die Max-Planck-Gesellschaft

Berühmte Personen

Die Max-Planck-Gesellschaft

Bis heute ist der Name Max-Planck mit der gleichnamigen Gesellschaft verbunden, die derzeit 80 eigene Institute, Forschungsstellen, Laboratorien und Arbeitsgruppen in den Bereichen Medizin sowie Natur- und Geisteswissenschaften unterhält. Am 26. Februar 1948 wurde in Göttingen die Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Die Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wurde nach dem Mitbegründer der Quantentheorie benannt.

In Max-Planck-Instituten werden vorrangig neue, besonders innovative Forschungsrichtungen aufgegriffen, die an den Universitäten in Deutschland noch keinen oder keinen ausreichenden Platz haben. Sie genießen im In- und Ausland größte Anerkennung.

1900 war nicht nur die Jahrhundertwende, es war auch das Jahr der Veröffentlichung von Max Plancks Strahlungsgesetz und seiner Quantenformel. Obwohl viele Menschen sie für unverständlich halten, ist sie doch Lehrstoff für fünfzehnjährige Schüler.


Die Quantentheorie prägte die Physik des 20. Jahrhunderts. Von Arbeiten zur Thermodynamik ausgehend leitete der Physiker im Jahr 1900 das nach ihm benannte Plancksche Strahlungsgesetz her. Die volle Tragweite seiner Formel erkannte er erst später. Albert Einstein verallgemeinerte sie zur Lichtquantenhypothese.

Nobelpreisträger

1918 erhielt Planck den Nobelpreis für Physik. Durch seine Gesinnung und sein gradliniges, unbeirrbares Handeln nahm er eine besondere Stellung unter den deutschen Physikern ein. Von 1945 bis 1946 war er Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft, die später seinen Namen bekam.

Das Paradoxe an der Entdeckung ist, dass Max Plank ursprünglich nicht an Atome geglaubt hatte, obwohl er sehr tief in die Erforschung der Naturgeheimnisse eingedrungen war.

Erst unter dem Druck neuer Zusammenhänge korrigierte er sich und war bereit, die Existenz der Atome als gesichert anzusehen. Damit veränderte er alle Vorstellungen, die die Wissenschaft bisher von den kleinsten Teilchen gehabt hatte. Er berechnete, dass Atome Strahlungsenergie nur in bestimmten Paketen oder Quanten aufnehmen oder aussenden können. Diese Lichtteilchen, die Quanten werden heute als Photonen bezeichnet

Max Planck starb 1947, fast neunzigjährig. In seinem langen Leben hatte er alle möglichen Auszeichnungen und Ehrungen erhalten. Die wichtigste war sicherlich der oben erwähnte Nobelpreis in Physik. Mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main (1945) wurde er für die aufrechte Haltung geehrt, mit der er im Dritten Reich die Freiheit des Gewissens und das Recht des Glaubens mutig verteidigt hatte.

Max-Planck-Institut

Max-Planck-Institute betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften im Dienste der Allgemeinheit. Die Max-Planck-Gesellschaft greift insbesondere neue Forschungsrichtungen auf, die an den Universitäten in Deutschland noch keinen angemessenen Platz gefunden haben, weil sie vielleicht nicht in das Organisationsgefüge der Universitäten passen oder einen zu großen Aufwand erfordern, der von Universitäten nicht erbracht werden kann. Mit ihrer Vielfalt an natur- und geisteswissenschaftlichen Themen ergänzen die Max- Planck-Institute damit die Arbeit der Universitäten und anderer Forschungsinstitutionen auf wichtigen Forschungsfeldern; sie haben in einzelnen Bereichen Schwerpunkt-, in anderen Bereichen eine Ergänzungsfunktion. Einige Institute der Max-Planck-Gesellschaft erfüllen darüber hinaus auch Dienstleistungsfunktionen für die Hochschulforschung. Sie stellen aufwändige Einrichtungen und Geräte einem breiten Wissenschaftlerkreis zur Verfügung von Teleskopen und anderen Großgeräten bis hin zu Spezialbibliotheken und Dokumentationen.

Von der Theorie zur Praxis

Moderne Erfindungen vom Radio bis zum Fernseher und zum Computer oder vom Laserstrahl zum CD-Player zeigen, wie wichtig es ist, sich mit den kleinsten Bausteinen unserer Welt und deren Gesetzen zu beschäftigen. Ohne Physiker wie Einstein oder Planck wäre unsere moderne Welt nicht so geworden wie sie ist: Kein Internet, keine Handys, keine Nuklearmedizin. Andererseits hätte es auch keine Atombombe und keine Reaktorkatatstrophe von Tschernobyl gegeben.

Interessant ist auch die Homepage der Max-Planck-Gesellschaft.

Text: RR - 25. 2. 2008, Bilder: Max-Planck-Gesellschaft

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt