70 Jahre Elektronenmikroskop

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70 Jahre Elektronenmikroskop

Vor 70 Jahren wurde eine der wichtigsten Erfindungen unseres Jahrhunderts gemacht: Am 9. März 1931 war von den deutschen Forschern Ernst Ruska und Max Knoll das erste Elektronenmikroskop fertig gestellt worden.

Mit dem Elektronenmikroskop können Teilchen sichtbar gemacht werden, die durch das Lichtmikroskop nicht mehr zu erkennen sind. Es verwendet statt des herkömmlichen Lichtstrahls einen Elektronenstrahl. Aus elektrischen Spulen bestehende Elektronenlinsen erzeugen Magnetfelder. Durch diese werden die Elektronen abgelenkt. Das geschieht auf die gleiche Weise, in der optische Linsen die Lichtstrahlen brechen.

Der Strahlengang der Elektronen im Elektronenmikroskop (rosa gezeichnet).

Das erste Elektronenmikroskop ermöglichte nur eine 400-fache Vergrößerung. Mit modernen Geräten sind bis zu 500000-fache Vergrößerungen zu erreichen.

Schon bald wurde das Elektronenmikroskop serienmäßig hergestellt. Seitdem entwickelte man es durch neue Konstruktionen und technische Verbesserungen ständig weiter.

Erst mit Hilfe eines solchen Mikroskops konnte das Zellinnere genau untersucht werden. Auch die viel kleineren Viren wurden damit sichtbar. Das ist besonders wichtig für die Erforschung gefährlicher Krankheiten wie Kinderlähmung, Aids oder Tollwut. Heute ist das Elektronenmikroskop in vielen Bereichen, z.B. in der Medizin oder Biologie nicht mehr wegzudenken.

Über 50 Jahre später erntete Ruska für seine Leistungen ganz besonderen Ruhm: Er erhielt 1986 den Nobelpreis für Physik.

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