Woraus besteht Luft?

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Woraus besteht Luft?

Wenn sie rein ist sehen wir sie nicht. Wir riechen sie nicht. Und schmecken können wir sie auch nicht. Aber: Ohne Luft könnten wir nicht leben! Aus was besteht sie? Diese Frage stellt Mareike aus Herzberg.

Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. In der Atmosphäre der Erde sind rund 78 Prozent Stickstoffgas enthalten (chemisches Symbol N2) und rund 21 Prozent Sauerstoffgas (O2).

Das restliche Prozent enthält das Edelgas Argon (Ar), Kohlendioxid (CO2), Wasserstoff (H2), Wasserdampf und weitere Gase in minimalen Mengen, darunter Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Luft ist unter normalen Bedingungen farb-, geruch- und geschmacklos.

Sauerstoff brauchen so gut wie alle heute lebenden Tiere und Menschen zum Überleben. Die Atmosphäre der frühen Erde enthielt aber gar keinen Sauerstoff.

Die allerersten Lebewesen auf der Erde waren vermutlich sogenannte Cyanobakterien, die sich ohne Sauerstoff entwickelten. Der Sauerstoff entstand als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels. Zunächst konnten auch keine anderen Lebewesen damit etwas anfangen. Im Gegenteil, Sauerstoff ist eigentlich ein aggressives Gas, das sogar Eisen zerfressen kann - es rostet.

Nach und nach entstanden Lebewesen, die das Gas nutzen konnten und heute kommen nur wenige Lebewesen auf der Erde ohne den Energielieferanten aus. Und eine bestimmte Form von Sauerstoff, das Ozon (O3), schützt uns in der Hochatmosphäre vor der gefährlichen ultravioletten Strahlung der Sonne.

Es gibt Vermutungen, dass sich die Cyanobakterien mit den Pflanzen "verbündet" haben, und heute als sogenannte Chloroplasten in den Pflanzen Sauerstoff produzieren. Das ist die sogenante Endosymbiontenhypothese.

Ebenfalls in der Atmosphäre enthalten ist das Gas Kohlendioxid. Heute wird darüber meist im Zusammenhang mit Klimaschutz gesprochen. Pflanzen benötigen Kohlendioxid zum Wachstum, dafür produzieren sie Sauerstoff, den wiederum Tiere und Menschen einatmen und dafür Kohlendioxid ausatmen - ein wunderbarer Kreislauf zwischen der tierischen und pflanzlichen Welt.

Doch Kohlendioxid sorgt wie eine Decke dafür, dass eingestrahlte Sonnenenergie nicht in den Weltraum abstrahlen kann - die Erde heizt sich auf.

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