Woher bekommen Vulkane ihre Namen?

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Woher bekommen Vulkane ihre Namen?

Denise aus Winterthur in der Schweiz wollte von uns wissen, woher Vulkane eigentlich ihre Namen bekommen. Diese Frage kann man natürlich nicht generell beantworten. Schließlich gibt es Hunderte von Vulkanen. Aber wir geben euch gerne einige Beispiele.

Die Bezeichnung "Vulkan" stammt ursprünglich von den Römern. Sie hatten für die feuerspeienden Krater folgende Erklärung parat: Im Inneren solcher Berge hatte "Vulcanus", der Gott des Feuers und der Schmiede (bei den Griechen: "Hephaistos"), seine Werkstatt. Hier stellte er mit Hilfe einäugiger Riesen, der Zyklopen, die Waffen und Rüstungen der Götter her.

Sitz des Feuergottes

Die Vulkanberge hielt man für Rauchabzüge dieser unterirdischen Feuerstelle, das unheimliche Poltern und die Erdstöße für die Hammerschläge des Gottes. War Vulcanus wütend, schleuderte er glühende Steine und Feuer aus dem Schlot. Auch wenn es nur eine Sage ist. Noch heute beanspruchen sämtliche süditalienische Vulkane das Privileg für sich, einst die Behausung des Gottes Vulcanus gewesen zu sein. Darunter auch die kleine Insel Vulcano vor Sizilien, die zum Namensgeber für alle Feuerberge wurde.

Vererht und gefürchtet

Die Vorstellung, dass Vulkane der Sitz der Götter sind ist vielen Kulturen verbreitet. Von Neuseeland bis Hawaii, von Afrika bis Chile werden die rauchenden Krater gleichermaßen verehrt und gefürchtet. Der Respekt und die Ehrfurcht kommt immer wieder in der Namensgebung zum Ausdruck. Trotz der sehr unterschiedlichen Vulkannnamen in den verschiedenen Sprachen ist ihre übersetzte Bedeutung doch oft sehr ähnlich.

Von "Glutofen" bis "rauchender Berg"

So nennen beispielsweise die Einwohner der Insel La Réunion ihren Vulkan "Piton de la Fournaise", was übersetzt "Glutofen" meint. Den mexikanische Vulkan "Popocatepetl" haben schon die Azteken getauft. In ihrer Sprache bedeutet sein Name "rauchender Berg".

Auch der gewaltige Ätna auf Sizilien flößte den Menschen in Süditalien seit jeher große Furcht ein. Sie nannten ihn erfurchtvoll "Aidhna" (später Ätna). Das kommt aus dem Indoeuropäischen und heißt so viel wie "der die Eigenschaft hat zu brennen". Die Vulkankette "Bufumbiro" zwischen Ruanda, Uganda und Zaire heißt in der Landessprache ebenfalls "Berg, der kocht."

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