Wird die Sonne eines Tages wirklich erlöschen?

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Wird die Sonne eines Tages wirklich erlöschen?

Ist es tatsächlich möglich, dass die Sonne eines Tages erlischt? Und wenn ja, wann wird das ungefähr sein? Darüber hat sich Eva-Maria aus Donauwörth Gedanken gemacht.

Sonne und Erde werden nicht für immer existieren. Denn die Existenz der Erde hängt von der Sonne ab. Noch kann sie hell und gleichmäßig strahlen und die Planeten in ihrem Sonnensystem mit Energie versorgen. Doch irgendwann werden ihre Brennstoffreserven aufgebraucht sein. Man geht davon aus, dass das in etwa sechs Milliarden Jahren der Fall sein wird.

 


Hier seht ihr die Entwicklung der Sonne von links nach rechts. Auf dem Zahlenstrahl ist das Alter der Sonne in Milliarden Jahren aufgetragen. Das heutige Alter wird durch einen Pfeil bei etwa 4,5 Milliarden Jahren markiert.



Den heutigen Zustand wird die Sonne noch etwa 6 Milliarden Jahre aufrecht erhalten können. Dann ist der Wasserstoffvorrat aufgebraucht, der Brennstoff für die aktuelle Kernfusion in der Sonne, der für Licht und Energie sorgt. Dann wird die zurückgebliebene Asche, Helium, sich zusammenziehen und die Sonne wandelt sich zu einem Roten Riesen. Ihr Licht wird rötlicher und ihr Durchmesser nimmt zu.


In etwa acht Milliarden Jahren findet ein weiterer Schub statt und die Sonne dehnt sich bis zum Planeten Venus aus. Merkur und Venus werden dann nicht mehr existieren. Die Erde wird dann eine geschmolzene Oberfläche haben und die Sonne wird fast den gesamten Himmel ausfüllen.


In verschiedenen weiteren Stadien stößt die Sonne große Teile ihrer Masse ab. Der Sonnenrest wird eine Oberflächentemperatur von etwa 120 000 Grad Celsius erreichen und mehr als 3 000 Mal heller leuchten als heute. Heute beträgt die Temperatur an der Sonnenoberfläche rund 6 000 Grad Celsius.


Die abgestoßene Sonnenmasse wird von intensiver Strahlung zum Leuchten angeregt, die Sonne ist zu einem planetarischen Nebel geworden. Wenn die verbliebene Energie verbraucht ist, bleibt ein Weißer Zwerg genannter Rest zurück. Ein Kubikzentimeter dieses Sternenrests wird etwa eine Tonne wiegen. Nach vielen Milliarden Jahren wird dieser Zwerg, der dann so groß sein wird wie die Erde, schließlich vollends erlöschen.


Das Leben auf der Erde wird aber schon sehr viel früher unmöglich sein. In etwa einer Milliarde Jahren wird die mittlere Temperatur auf der Erde den kritischen Wert von 30 Grad Celsius überschreiten. Dann werden nur noch besonders widerstandsfähige Organismen überleben können. Denn bei solchen Temperaturen gerinnen die lebenswichtigen Eiweiße wie das Eiweiß beim braten eines Spiegeleis.


Dadurch können keine Lebensfunktionen mehr aufrecht erhalten werden. In rund zwei Milliarden Jahren sind 100° Celsius Durchschnittstemperatur erreicht. Dann ist definitiv kein Leben mehr möglich. Die Menschen tun also gut daran, die Möglichkeiten der Raumfahrt zu erforschen und weiter zu entwickeln, wenn das uns bekannte Leben nicht mit der Erde untergehen soll.

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