Wie kommt es, dass in den letzten Jahren in vielen Gebieten der Erde immer häufiger Naturkatastrophen aufkommen?

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Wie kommt es, dass in den letzten Jahren in vielen Gebieten der Erde immer häufiger Naturkatastrophen aufkommen?

Überschwemmungen, Hurrikans, Erbeben oder Dürreperioden. Gibt es eigentlich immer mehr Naturkatastrophen und wenn ja, warum? Diese Frage kommt aus Niederndorfelden von Martin.

Die Zunahme der Naturkatastrophen ist nach Meinung von Forschern durchaus auch auf die veränderten klimatischen Bedingungen zurückzuführen. Höhere Temperaturen und steigende Meeresspiegel oder auch Flüsse ohne Überlaufmöglichkeiten bewirken mehr Stürme, Waldbrände, Muren, Lawinen oder Überschwemmungen. Die Zerstörung der Ozonschicht bewirkt einen Wandel des Klimas, der durchaus in Naturkatastrophen münden kann. Die Ausbreitung der Wüsten könnte das Wasser großer Ströme verringern und Dürren auslösen.

Während der Treibhauseffekt und seine Folgen von den Menschen hervorgerufen wird und die so verursachten Naturkatastrophen auch steigen, sind Erdbeben, Vulkanausbrüche und Lawinen kaum häufiger als früher. Aber sie haben häufig schlimmere Folgen.

Zahlreiche Millionenstädte, die ständig anwachsen, liegen in Gebieten, die durch Erdbeben, Flutwellen oder Vulkane bedroht sind. Grund für diese Entwicklung ist die stark anwachsende Bevölkerung, vor allem auch in unterentwickelten Ländern, aber auch in Ballungszentren. Ein Beispiel hierfür ist Bangladesch. Früher nutzten die Menschen dort die durch Tropensturm und Flut besonders gefährdeten Gebiete an der Küste nur zeitweilig. Heute ist der Bevölkerungsdruck so groß, dass auch diese sehr gefährdeten Gebiete dicht besiedelt sind.

Aber auch Länder wie die Schweiz, Deutschland oder die USA sind vor Naturkatastrophen nicht geschützt. Durch den sauren Regen und das Absterben der Bergwälder gehen Muren, Lawinen ab und ganze Hänge kommen ins Rutschen, so dass Bergdörfer gefährdet sind. Egal ob am Rhein oder an der Küste Kaliforniens, auch in diesen von Überschwemmungen und Erdbeben bedrohten Gebieten werden Industrieanlagen gebaut und Städte immer größer - die Risiken dadurch steigen natürlich. Kommt es an der Küste Kaliforniens zu einem starken Erdbeben sind die Schäden erheblich. Ähnlcihes gilt für das dicht besiedelte Japan.

Durch die weltweite Berichterstattung erfahren wir auch "hautnah" am Radio oder Fernseher von den Naturkatastrophen auch in den entlegsten Winkeln der Welt. Auch durch diese Informationsfülle erscheint es uns, als ob die Zahl der Naturkatastrophen ständig zunehmen würde.

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