Wie heißt der neue Planet, den man gefunden hat?

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Wie heißt der neue Planet, den man gefunden hat?

Diese Frage kommt aus Dortmund von Ina.

Forscher entdeckten 2002 im so genannten Kuiper-Gürtel einen besonders großen, bis dato unbekannten Brocken. Der Kuiper-Gürtel ist eine scheibenförmige Region, die sich jenseits der Neptunbahn erstreckt und unser Sonnensystem umgibt.

In dieser Gegend befindet sich eine Unzahl von kleinen vereisten Felsbrocken, deren Bahn gelegentlich abgelenkt wird und die dann als Kometen in die Nähe der Sonne und der Erde kommen. Mit immer besseren Teleskopen kann man die größeren unter ihnen entdecken und so hat man mittlerweile über hundert dieser Trans-Neptun-Objekte ausgemacht.

Dieser ferne Himmelskörper mit der Nummer 2002 LM60 wurde von seinen kalifornischen Entdeckern "Quaoar" benannt, nach einer indianischen Gottheit. Nach Schätzungen misst er knapp 1300 Kilometer. Er hat also etwa die Größe des Plutomondes Charon.

Pluto selbst ist mit einem Durchmesser von 2200 Kilometern knapp doppelt so groß. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Quaoar die Sonne einmal in 288 Jahren auf einer beinahe kreisförmigen Bahn umkreist. Er befindet sich rund 6,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Allerdings sind die Entdecker nicht der Meinung, dass Quaoar ein Planet ist. Sie denken, es ist ein Asteroid des Kuiper-Gürtels. Außerdem glauben sie, dass es sich auch bei Pluto nur um ein besonders großes Kuiper-Gürtel-Objekt handelt und nicht um einen Planeten. 2006 stufte die Internationale Astronomische Union den Pluto auch zu einem Zwergplaneten, genauer: einem Plutoiden herunter.



Pluto ist nach Ansicht der Wissenschaftler nur deshalb früher gefunden worden, weil er vor Urzeiten auf eine elliptische Bahn geriet, die ihn näher an die Sonne heranführt. Jedes Mal, wenn er der Sonne näher kommt, erhitzt sie die Stoffe der Pluto-Atmosphäre. Dann ist der Planet leichter zu beobachten. Außerdem glauben die kalifornischen Forscher, dass es noch wesentlich größere, bislang noch unentdeckte Himmelskörper im Kuiper-Gürtel gibt.

Bild. PD

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