Warum gibt es an bestimmten Orten der Erde besonders viele Vulkane?

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Warum gibt es an bestimmten Orten der Erde besonders viele Vulkane?

Paolo aus Freiburg hat sich dafür interessiert, warum es an bestimmten Orten der Erde auffällig viele Vulkane gibt. Zum Beispiel in Japan. Vulkane rauchen auf jedem Kontinent - sogar in der eisbedeckten Antarktis. Doch eine auffällige Häufung der Feuerspeier gibt es an der Pazifikküste. Warum? Das erfahrt ihr hier!

Wissenschaftler haben bei einer Untersuchung festgestellt, dass es auf der Erde rund 1.500 Vulkane gibt, die in den letzten 10.000 Jahren aktiv waren oder es noch heute sind. Ein eindeutiges Zentrum ist der so genannte pazifische Feuergürtell, wo sich mehr als zwei Drittel aller Vulkane befinden. Die Feuerberge erstrecken sich in einer Art Hufeisenfom zwischen Neuseeland, der Südsee, Indonesien, den Philippinen, Japan, Alaska, der Westküste Kanadas und den UsA bis hinunter nach Feuerland in Südamerika.

Ein Rätsel für die Wissenschaft

Viele Jahrhunderte haben die Geologen gerätselt, warum die Vulkane nicht gleichmäßig über die Erde verteilt sind. Denn neben der Pazifikküste gibt es noch weitere Vulkanzentren wie die Karibik, Hawaii, Island, die Mittelmeerküste und Ostafrika.

Ursache: Plattentektonik

Heute weiß man, dass die so genannte Plattentektonik für dieses Phänomen verantwortlich ist. Alfred Wegener ist als erster Wissenschaftler 1910 darauf gekommen, dass unsere Erdteile durch das Auseinanderbrechen eines riesigen Superkontinents entstanden sind. Da die tektonischen Platten noch immer aktiv sind sind, findet die meiste Vulkantätigkeit dort statt, wo besonders viele Platten aufeinandertreffen: Wie zum Beispiel an der Pazifikküste.

Die Erdkruste besteht aus sieben großen und 20 kleineren Platten. Diese Lithosphärenplatten "schwimmen" auf der Asthenosphäre und bewegen sich gegeneinander, ähnlich wie Eisschollen. Lithosphäre und Asthenosphäre bezeichnen die beiden obersten Schichten der Erde. Die Lithosphäre ist starr, die Asthenosphäre ist plastisch und bewegt sich ganz langsam.

An den Grenzen der Kontinentalplatten kann es immer zu Kollisionen kommen. Das funktioniert so: Die Platten bewegen sich aufeinander zu. Eine Platte wird unter die andere geschoben und abgesenkt. Entlang dieser Plattengrenzen, den sogenannten Subduktionszonen, befinden sich etwa 90 Prozent aller Vulkane an Land. Da rund um den Pazifik Subduktion stattfindet, ist das die Ursache ür den berühmten Feuergürtel.

Erdbeben entstehen übrigens ganz ähnlich. In diesem Fall treffen die Platten allerdings nicht direkt zusammen, sondern bewegen sich knapp aneinander vorbei.

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