Wäremegewitter - typisch Sommer

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Wäremegewitter - typisch Sommer

Im Sommer entstehen meist die so genannten Wärmegewitter. Und im Wort steckt auch schon seine Ursache. Gerade im Sommer erwärmt die Sonne sehr stark die Erde.



Wir wissen, dass warme Luft nach oben steigt. Ist es draußen heiß und schwül, wird feuchte Luft sehr schnell weit nach oben in kalte Luftschichten gewirbelt. Dabei kühlt sie sich ab, die Feuchtigkeit in der Luft kondensiert. Das heißt, es bilden sich kleine Wassertröpfchen: Die Wolken entstehen.

Foto: Eine Comulunimbus-Wolke mit Amboss.

Zuerst sehen diese Wolken noch ganz friedlich aus, doch je mehr warme, feuchte Luft vom Erdboden aufsteigt, um so massiger werden sie. Durch den starken Warmluft-Transport bilden sich die so genannten Cumulonimbus-Wolken. Sie werden auch Sturmwolken genannt. Es sind die größten Wolken, die man überhaupt beobachten kann. Sie türmen sich auf und können über 10 000 Meter in die Atmosphäre hineinragen.

Ihr könnt sie gut am Himmel erkennen, denn wenn sie ausgewachsen sind, erscheinen sie von der Seite wie ein riesiger Amboss. Sein Fuß besteht meist aus schwarzen dichten Wolken. Darüber wölbt sich ein Wolkenkörper aus gleißend hellen und schattigen Bereichen. An seiner oberen Kante ist die Luft so kalt, dass die Wassertröpfchen gefrieren. Unter bestimmten Bedingungen kann sich hier Hagel bilden.

Doch wie entsteht in diesen Wolken Gewitter, und was sind eigentlich Blitz und Donner?

So ein Cumulonimbus sieht nicht nur bedrohlich aus, in seinem Inneren ist sozusagen die Hölle los. In ihm steigen und fallen Winde mit großer Geschwindigkeit. Durch die Reibungsenergie werden gewaltige elektrische Ladungen aufgebaut. Ähnlich wie bei einer Batterie entstehen entgegengesetzte Pole. Die Oberseite der Wolke, in der sich die Eiskristalle bilden, wird immer stärker positiv geladen. Die Unterseite, die die Wassertröpfchen enthält, wird negativ.

Ist der Spannungsunterschied groß genug, entlädt er sich es blitzt. Die Riesenfunken erhitzen die Luft bis auf 30 000 Grad Celsius. Am Anfang wandern Gewitterfunken zwischen den Wolken hin und her. Liegt die Wolkenuntergrenze nicht höher als 3 000 Meter über der Erde, dann entlädt sich der Blitz auf kürzestem Weg zur Erde.

Durch die plötzlich entstehende Hitze, die ein Blitz verursacht, dehnt sich die Luft rasend schnell aus. Dabei erreicht sie mehr als die Schallgeschwindigkeit von 330 m/s. Sie durchbricht also wie wir sagen die Schallmauer mit einem Knall. Es donnert! Eigentlich erfolgen Blitz und Donner immer zur selben Zeit. Licht breitet sich aber schneller aus als der Schall. Deshalb sehen wir, wenn wir uns in einiger Entfernung von dem Gewitter befinden, erst den Blitz und hören dann den Donner.

Blitze können während eines Gewitters mehrmals an ein und demselben Ort einschlagen. Besonders hohe Gebäude, aber auch allein stehende Bäume sind gefährdet. Das Empire State Building in New York mit einer Höhe von 448 Metern wird zum Beispiel innerhalb eines Jahres durchschnittlich 23 Mal vom Blitz getroffen.

Wir danken der Pressestelle des Deutschen Wetterdienstes für fachliche Tipps und die tollen Bilder.

Text: HH - 28.06.2001

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