Treibhauseffekt: Der Nordpol ist in Gefahr

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Treibhauseffekt: Der Nordpol ist in Gefahr

Eisbären und Seehunde bald nur noch im Zoo? Diese düstere Zukunftsvision könnte Wirklichkeit werden. Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die am Nordpol beheimateten Tiere schon in den nächsten 20 Jahren aussterben. Durch das Abschmelzen der Eismassen wird ihnen die natürliche Lebensgrundlage entzogen.

In einer neuen Klimastudie des WWF heißt es, dass es bis zum Jahr 2026 durchschnittlich zwei Grad wärmer sein werde als noch 1750. Schuld daran ist der so genannte Treibhauseffekt, der durch den Ausstoß von Kohlendioxid und einigen anderen Gasen verursacht wird.

Klimawandel - der Mensch ist schuld


Seit 150 Jahren ist der Kohlendioxid-Gehalt unserer Luft immer weiter angestiegen. Massive Rodungen der Regenwälder und Abgase aus Industrieanlagen, Heizungen und Autos sind der Grund dafür. Bei einer weiteren Zunahme der Kohlendioxidmenge in der Luft wird die Temperatur auf der Erde in den nächsten 20 bis 50 Jahren stärker zunehmen als in den letzten 100.000 Jahren zusammen.

Die Studie des WWF zeigt deutlich, dass die Erwärmung der Erde durch Treibhausgase zuerst die Eis- und Schneedecken in der Arktis zusammenschmelzen lässt. Da Eis und Schnee mehr Sonneneinstrahlung in die Atmosphäre reflektieren als ungefrorene Oberfläche, beschleunigt sich der Erwärmungsprozess.

Packeis auf dem Rückzug

Das sommerliche Packeis ist bereits auf dem Rückzug. Pro Dekade (eine Dekade = 10 Jahre) ist es im untersuchten Zeitraum um jeweils 9,6 Prozent geschrumpft. Hält dieser Trend an, ist dies nicht nur das Aus für Seehunde und Eisbären. Auch Zugvögel könnten ihre Brutplätze in der Arktis verlieren.

Einzigartiges Ökosystem

Zum Austausch neuester Forschungsergebnisse treffen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt diese Woche in England. Sie sollen Strategien entwickeln, wie das einzigartige Ökosystem der Arktis noch zu retten ist. Eines steht fest: soll die Katastrophe verhindert werden, muss die Politik nicht nur schnell handeln, sondern auch drastische Maßnahmen ergreifen. Viel Zeit bleibt uns nicht mehr!

Nic - 01.02.2004 / Fotos: Tessloff Archiv.


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