Keine Angst vor Blitzen

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Keine Angst vor Blitzen

Der Sommer ist die Zeit mit den häufigsten Gewittern. Während sich das Grollen des Donners schon von weitem her ankündigt, entsteht der Blitz plötzlich und oft auch unerwartet. Leider kommen immer wieder auch Menschen und Tiere durch Blitzschlag zu Schaden.

Das Wort Blitz stammt aus dem indogermanischen bhlei und bedeutet nichts anderes als leuchten.

Im Altertum wurden Gewitter als überirdische Botschaften betrachtet.

Blitze galten in alten Religionen als von Göttern geschleuderte Waffen. Bei den alten Griechen, Römern und Germanen wurden sie der Laune von Zeus, Jupiter und Donar zugeschrieben.

Noch im Volksglauben des Mittelalters wurden Blitze als Strafe oder Warnung des Himmels betrachtet. Selbst Martin Luther sah in Blitzen noch göttliche Zeichen: Nachdem er auf einem Spaziergang von einem heftigen Gewitter überrascht worden war, entschloß er sich, in ein Kloster einzutreten.

Erst in den letzten 250 Jahren lernten die Menschen, daß Donner und Blitz physikalische Erscheinungen sind. Der amerikanische Staatsmann und Physiker Benjamin Franklin erkannte, dass der Blitz eine elektrische Erscheinung ist und erfand den Blitzableiter.

Wie entsteht ein Blitz?

Bis heute gibt es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Zwar gibt es viele Theorien, doch keine reicht für sich alleine aus, das Phänomen vollständig zu erklären.

Generell gilt, daß Blitze ihren Ursprung in Gewitterzellen haben. Jede Zelle kann mehrere Kilometer Durchmesser haben, ist höchstens 30 Minuten aktiv und erzeugt im Durchschnitt zwei bis drei Blitze pro Minute.

Eine Theorie geht davon aus, dass sich fallende Regentropfen elektrisch aufladen, in einer anderen werden größere Regentropfen im Fallen zerstäubt". Die entstehenden winzigen Tröpfchen laden sich dabei elektrisch auf. Im Zentrum der Gewitterzelle herrscht starker Aufwind, der für die Trennung in positive und negative Ladungen, die schließlich den Blitz verursachen, verantwortlich ist.

Blitzentladungen erfolgen zwischen Wolken (Wolkenblitz) oder zwischen Wolke und Erde (Erdblitz). Die Druckwelle im Blitzkanal erzeugt den Donner.

In Bodennähe sammeln sich positive Ladungen, die von so genannten Sprühentladungen auf Pflanzenspitzen stammen. Deshalb sollte man sich nicht in der Nähe von Bäumen aufhalten.

Roland Rosenbauer, 7. 7. 2003

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