Großglocknerpass wird eröffnet

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Großglocknerpass wird eröffnet

Er ist der höchste Berg Österreichs, der 3798 Meter hohe Großglockner, der Hauptgipfel der Glocknergruppe in den Hohen Tauern. Am 03. August 1935 wurde die Hochalpenstraße über das Bergmassiv feierlich eingeweiht.

Seither reisen die Autos über die Panorama-Straße von Bruck in der Nähe von Zell am See im Bundesland Salzburg nach Heiligenblut im Kärntner Mölltal. Von Mai bis November kann die 47,8 Kilometer lange Straße befahren werden. Der höchste Punkt liegt auf 2571 Metern. Von dort aus kann man bei klarer Sicht 37 Dreitausender und 19 Gletscherfelder sehen.

Schon die Kelten und Römer überquerten die Alpen über das Hochtor am Großglockner um Handel zu treiben. Jahrhunderte später, 1895 gab es die ersten Pläne für den Bau einer Straße über das Glocknermassiv. Doch dauerte es noch bis 1929, bis der Salzburger Landtag einstimmig beschloss, die Hochalpenstraße zu bauen.

Harte Arbeit!

In sechs Bausommern schufteten jeweils rund 3200 Männer. Es war ein harter Job, denn die Arbeiter hatten mit dem Schmutz, der Höhe, der Kälte und dem harten Gestein zu kämpfen. Unter extrem schwierigen Bedingungen wurden mehr als 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk errichtet, über 22 Hektar Straßen- und Parkfläche angelegt sowie 67 Brücken mit Spannweiten bis zu 32 Metern gebaut.

Straßenbau und Natur sollten vereint werden!

Zu einer Zeit, in der Umweltschutz eigentlich noch kein Begriff war, wurde diese Straße so angelegt, dass sie sich in die Landschaft einfügt. Das bedeutete, dass insgesamt 38 Kehren benötigt wurden und dass man um Graben und Buckel herumbaute. Je nach Höhenlage wurden zahlreiche Pflanzgärten angelegt, und die Landschaft um die Straße herum wurde mit der abgetragenen Grasnarbe oder mit dem Bewuchs der Trasse wieder bepflanzt.

Lohnende Abstecher:

Bergab kann man einen Abstecher zur Franz-Josefs-Höhe machen, von wo aus man einen wundervollen Blick auf den Großglockner und auf die Pasterze, den größten Gletscher der Ostalpen hat. Auf der Franz-Josefs-Höhe befindet sich auch ein Besucherzentrum mit einer kostenlosen Ausstellung über den Großglockner und seine Geschichte sowie über Eiswelten.

Außerdem sollte man sich Zeit für das Museum "Alpine Naturschau" nehmen. In diesem Museum geht es um die Tiere und Pflanzen der hochalpinen Landschaft. Im Freigelände erklären ein botanischer Lehrweg und eine Gesteins- und Flechtenausstellung die geologische Entwicklung und die beeindruckende Alpinflora. Das Museum "Alpine Naturschau" ist zu den Straßenöffnungszeiten täglich von 9.00 bis 17.00 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Nähere Infos findet ihr auch hier: www.grossglockner.at/

-ab-03.08.2005 Text / Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Grohag.

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