Fossilien: Auf der Suche nach versteinerter Geschichte

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Fossilien: Auf der Suche nach versteinerter Geschichte

Fossilien sind die Spuren und Überreste gestorbener und ausgestorbener Lebewesen. Wissenschaftler, die sich mit diesen Fossilien befassen, nennt man Paläontologen. Sie untersuchen Fossilien, wie Ammoniten und erfahren so mehr über die Entwicklung der Erde und ihre Geschichte.

Wie entstehen Fossilien?

 

Ein Schneckenhaus liegt in einem Bach und füllt sich nach und nach mit Schlamm. Wenn sich dieser verfestigt und mit der Zeit versteinert, so nimmt er die Form des Schneckenhauses an. Wenn also das Schneckenhaus selbst nicht mehr existiert, so weiß man über die Versteinerung dennoch, wie es einmal ausgesehen hat. Auch Muscheln, Seeigel oder Korallen besitzen Schalen aus Kalzit oder Aragonit, der sich im Laufe der Zeit in Kalkspalt umwandeln kann. Auch tropfendes Baumharz kann Tier- und Pflanzenteile einschließen. Aus diesem Harz entsteht dann zum Beispiel Bernstein.

Foto: Der fossilie Abdruck einer Libelle stammt aus dem Jura. 

Was sind Ammoniten?

 

Ammoniten sind nach dem ägyptischen Gott Ammon oder Amun benannt, der unter anderem mit Widderhörnern dargestellt wurde.

Ammoniten bevölkerten 350 Millionen Jahre lang alle Meere und werden als marine Kopffüßer bezeichnet. Sie lebten auch zur Zeit der Dinosaurier und sie starben etwa zur selben Zeit wie sie aus, vor etwa 65 Millionen Jahre, gegen Ende des Erdmittelalters. Sie umfassen 12000 Arten, die sich in etwa 1500 Gattungen aufteilen.

Die Ammoniten ähnelten ein wenig den heutigen Tintenfischen und Kraken. In der Regel trugen sie ein spiralförmig gerolltes Gehäuse aus Kalk, das eben an die Hörner eines Widders erinnert oder an ein Schneckenhaus. Diese Ammoniten können winzig klein sein, mit einem Durchmesser von fünf Millimetern oder eben bis zu zwei Meter groß. Ammoniten bezeichnet man als wichtige Leitfossilien, denn durch sie können wir das Alter von Sedimenten bestimmen.

Was sind Sedimente?

Sedimente oder so genannte Absatzgesteine entstehen, wenn Oberflächengestein bröckelt, abgetragen und in Schichten wieder abgelagert wird. Ausgelöst wird dieser Prozess durch Verwitterung und Erosion, die das Gestein in kleine Bruchstücke aufbrechen. Schließlich setzen Sonne, Frost, Regen und Wind auch dem Stein zu. Wind und Wasser transportieren die Teilchen dann zu Flüssen, Seen und Meeren, wo sie sich in Schichten ablagern. Je nachdem, wie und mit welchem Gewässer die Gesteinsteilchen transportiert werden, entstehen unterschiedliche Sedimentsgesteine. I

Bei Sedimenten handelt es sich also um verwitterte Gesteinsteilchen oder organische Überreste von Tieren und Pflanzen, die von Wasser, Wind oder Eis am Boden von Flüssen und Seen abgelagert wurden.

Leitfossilien

Fossile Funde geben nun Aufschluss über das Alter von diesen Sedimenten. Finden die Forscher zum Beispiel einen Mammutknochen in einer Kiesgrube, dann wissen sie, dass der Kies in dieser Grube in der Eiszeit abgelagert wurde, denn das Mammut lebte in der Eiszeit. Bestimmte Tier- oder Pflanzenarten gab es nur während einer ganz bestimmten Zeitspanne. Findet man zum Beispiel versteinerte Blätter urzeitlicher Pflanzen oder Abdrücke bestimmter Fische, so kann man das umgebende Gestein zeitlich einordnen.

Solche Fossilien, die typisch oder kennzeichnend für einen bestimmten Zeitabschnitt der Erdgeschichte sind, werden Leitfossilien genannt. Durch sie kann man den Zeitabschnitt eingrenzen, in denen Sedimente entstanden sind. Der Ammonit ist eben solch eine Leitfossilie.

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-ab-16.08.04 Text / Foto: pd

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