Die Eisberge am Nordpol schmilzen. Aber warum und könnte dadurch der Meeresspiegel steigen?

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Die Eisberge am Nordpol schmilzen. Aber warum und könnte dadurch der Meeresspiegel steigen?

Diese Frage stellte Jenny aus Köln.

Über die Frage ob und warum das Eis an den Polen tatsächlich schmilzt, wird viel diskutiert. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. So sind sich die Forscher nicht einig, wie stark des Einfluss des Menschen auf die klimatischen Bedingungen ist.

Das Klima ist ein sehr komplexes Thema. Ganz viele Faktoren spielen mit hinein und Begebenheiten, klimatische Veränderungen oder Störungen an ganz anderen Stellen der Erde, können das Klima an den Polen beeinflussen und verändern. Die Forscher sind darum bemüht, diese Zusammenhänge herauszufinden.

Kaum angezweifelt wird derzeit eine globale Erwärmung der Erde, die dazu führt, dass zum Beispiel das Eis des Nordpols schmilzt. Forscher machen die Menschen für diese Veränderungen verantwortlich, da sie den so genannten Treibhauseffekt verschuldeten. Dieser Effekt führt zu einer Erwärmung der Erdamtosphäre und beruht auf einem stark erhöhten Kohlendioxid-Gehalt der Luft, der wiederum durch das Abholzen der Wälder, durch die Abgase der Industrieanlagen und Autos oder Heinzungen hervorgerufen wird. Sollte die Kohlendioxidmenge der Luft noch weiter zunehmen, würde sich die Erde schon in den nächsten 20 bis 50 Jahren stark erwärmen. Die Eisberge der Arktis würden noch schneller schmelzen.

Im Gegensatz dazu, stehen die Befürchtungen der Forscher für die Antarktis: Im Inneren der Antarktis soll es in den nächsten Jahrzehnten zu einer verstärkten Eisbildung und nicht zu einem Abschmelzen kommen. Da die Lufttemperatur über dem Südpol auf Grund der globalen Klimaerwärmung ansteigt, können feuchte Luftmassen weiter in die Antarktis vordringen. Das führt zu vermehrten Niederschlägen in der Region. Da die Temperaturen aber weiterhin unter 0 liegen, bildet sich noch mehr Eis.

Die Arktis besteht aus einigen hunderttausend Kubikkilometern gefrorenem Meerwasser. Gefriert Wasser dehnt es sich aus. Dabei verdrängt das Eis exakt die Menge Wasser, die es zu seiner Entstehung benötigt. Schmilzt es wieder, steigt der Wasserstand nicht einen Millimeter. Auch wenn das ganze Eis des Nordpols auftauen würde, erhöht sich der Meeresspiegel keineswegs.

Dennoch erwarten Wissenschaftler in diesem Jahrhundert einen Anstieg des Meeresspiegels von einem halben Meter und mehr. Der wird aber anders begründet: Steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde, erwärmen sich natürlich auch die Weltmeere. Mit jedem Grad dehnen sie sich weiter aus. Da es sich dabei letztendlich um einen riesigen Wasserkörper handelt, steigt somit auch der Meeresspiegel. Außerdem schmilzen die Gletscher, die ebenfalls den Meeresspiegel ansteigen lassen.

Forscher des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven beschäftigen sich mit den Eismassen. Sie beteiligen sich auch an der CryoSat-Satellitenmission, die Aufschluss über das Wachsen oder Schmelzen der Eismassen auf der Erde geben soll. Der Satellit wird im April 2004 gestartet und trägt ein spezielles Radaraltimeter zur Bestimmung der Dicke von Meereis sowie der Oberflächenhöhen von Landeis in der Arktis und Antarktis. Damit sollen mögliche Auswirkungen von Klimaschwankungen auf die Eismassen der Erde beobachtet werden.

Die Auswirkungen, die ansteigende Temperaturen auf die riesige Eismassen haben werden, sind bisher nicht genau abzusehen.

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