Der Popocatepetl - einer der gefährlichsten Vulkane

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Der Popocatepetl - einer der gefährlichsten Vulkane

Im September des vergangenen Jahres begann der Vulkan Popocatepetl in Mexiko wieder Feuer und Asche zu speien. Eine vier Kilometer hohe Aschenwolke und heftige Explosionen versetzten im November Tausende von Menschen in Angst und Schrecken.


Der Popocatepetl sein Name stammt aus der Sprache der Azteken und bedeutet soviel wie rauchender Berg - liegt rund 70 Kilometer südöstlich der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-City.

Er zählt zu den gefährlichsten Vulkanen im so genannten Feuerring rund um den Pazifik. Dieser typische Stratovulkan ist deshalb so gefährlich, weil die empor dringende Gesteinsschmelze sehr zähflüssig ist. Sie wird schon weitgehend fest bevor sie den Schlot verlässt. Trotzdem wird sie mit hohem Druck weiter aus dem Innern herausgedrückt. Auf diese Weise bildet sich über dem Ausgang des Schlotes ein Hügel aus Lava, den man Lavadom nennt. Dieser versperrt der nachdrängenden Gesteinsschmelze als Pfropfen den Weg. Dadurch steigt der Druck im Innern des Vulkans. Wird ein kritischer Wert überschritten, kommt es zu einer gewaltigen Explosion.

1996 hatte sich ein 50 Meter hoher Lavadom im Krater des Popocatepetl gebildet. In einer heftigen Explosion wurden die Bruchstücke dieses Pfropfens bis zu zwölf Kilometer weit geschleudert.

Die Aktivitäten des Popocatepetl werden ständig überwacht. Der Grund dafür ist die große Bedrohung für die nahegelegenen Millionenstädte Mexiko-City und Pueblo.

Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr in Band 57 der WAS IST WAS - Reihe Vulkane.

Von Geowissenschaftler Alexander Stahr

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