Der Chimborazo, der höchste Berg Ecuadors

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Der Chimborazo, der höchste Berg Ecuadors

Er ist 6310 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 20 Kilometern. Der Chimborazo ist der höchste Vulkan in den ecuadorianischen Anden und sein Gipfel ist der Punkt, der am weitesten von der Erdmitte entfernt ist.

Ecuador

Ecuador ist der kleinste aller so genannten Andenstaaten, zu denen Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien zählen. Im Norden grenzt er an Kolumbien, im Süden und Osten an Peru, im Westen an den Pazifik. Die Hauptstadt Ecuadors ist Quito. Im Land leben rund 13 Millionen Einwohner. Ein großes Problem im Land ist die Armut. Nach offiziellen Angaben leben über die Hälfte aller Ecuadorianer unterhalb der Armutsgrenze, wobei es große Unterschiede zwischen den weißen Ecuadorianern und der Bevölkerung indianischer Abstammung gibt. Korruption und organisierte Kriminalität wie Drogenhandel sind an der Tagesordnung.

Die Anden

Der Gebirgszug erstreckt sich im Westen des südamerikanischen Subkontinents vom äußersten Norden bis in den Süden, vom Karibischen Meer bis nach Feuerland. Er ist etwa 8000 Kilometer lang und zwischen 200 und 700 Kilometer breit. Der höchste Berg der Anden ist der Aconcagua mit 6962 Metern, der in Argentinien an der Grenze zu Chile liegt.

Der Chimborazo ist ein erloschener Stratovulkan, der nach Schätzungen seit über 10.000 Jahren nicht mehr aktiv ist. Ab ungefähr 5100 Meter ist der Berg vergletschert. Die wichtigsten Städte in seiner Nähe sind Riobamba, das etwa 30 Kilometer südöstlich liegt und Ambato im Nordosten des Berges.

Gipfelstürmer

Einen der ersten Versuche den Gipfel zu erklimmen unternahm der deutsche Forscher und Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt im Jahr 1802. Er scheiterte bei etwa 5500 Metern, unter anderem an der so genannten Höhenkrankheit, die er ausführlich in seinen Tagebüchern beschrieb.

Am 04. Januar 1880 gelang schließlich dem Engländer Edward Whymper, geführt von den beiden Italienern Juan Antonio und Luis Carrel, die Erstbesteigung des Chimborazo.

Whymper, der 1840 in London geboren wurde, war dank seines Zeichentalents von einem Verleger in die Alpen geschickt worden, um diese zu illustrieren. Einmal im Gebirge, entdeckte Whymper seine Liebe für die Berge und begeisterte sich für das Bergsteigen. Er war 1865 bei der Erstbesteigung des Matterhorns von der Schweizer Seite aus dabei, als vier Alpinisten an der Nordwand abstürzten.

15 Jahre später erreichte er den Gipfel des Chimborazo. An den Engländer erinnert noch immer die auf 5000 Metern gelegene Schutzhütte, die seinen Namen trägt. Und wer ganz oben ankommt, erreicht noch immer den Whymper-Hauptgipfel.

-ab-04.01.05 Text / Fotos: http://de.wikipedia.org; http://volcano.und.nodak.edu

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