Aconcagua

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Aconcagua

Er ist der höchste Gipfel außerhalb Asiens und der höchste Gipfel Südamerikas: der 6962 Meter hohe Aconcagua in Argentinien . Vor 100 Jahren wurde er zum ersten Mal bestiegen und noch immer gilt dieser Berg unter Bergsteigern als eine echte, lohnenswerte Herausforderung.


Die Anden



Der Gebirgszug erstreckt sich im Westen des südamerikanischen Subkontinents vom äußersten Norden bis in den Süden, vom Karibischen Meer bis nach Feuerland. Er zieht sich rund 8000 Kilometer lang und zwischen 200 und 700 Kilometer breit von Venezuela über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien über Argentinien bis nach Chile. Der höchste Gipfel dieser Hochgebirgskette ist der Aconcagua mit 6962 Metern, der in Argentinien an der Grenze zu Chile liegt, in der argentinischen Provinz Mendoza. 

Die Erstbesteigung

Am 14. Januar 1897, vor 100 Jahren, erreichte der Schweizer Bergsteiger Matthias Zurbriggen als erster den Gipfel. Gemeinsam mit weiteren Expeditionsteilnehmern hatte er vom letzten Lager auf 5500 Metern einige Versuche gestartet. Doch seine Begleiter mussten wegen der Höhenkrankheit immer wieder aufgeben. So erstürmte der Schweizer den Gipfel über die Nordostflanke des Berges allein. Erst einige Tage später folgten seine Begleiter Nicolas Lenti und Stuart Vines.

Provinzpark Aconcagua

1990 wurde der Provinzpark gegründet, in dem der Berg liegt. Er umfasst 71.000 Hektar Land. Die Landschaft ist wegen der Höhe und der geringen Niederschläge eher karg und es herrscht eine steppenähnliche Vegetation mit niedrigen Büschen und Gebirgsgräsern vor. 60 Vogelarten leben hier, unter ihnen der Andenkondor. Hier leben noch Pumas und Guanakos, daneben findet man auch seltene Amphibien und Reptilien. Der Aconcagua gilt als Paläovulkan, der bis vor 9,5 Millionen Jahren aktiv gewesen ist.



Die heutigen "Bezwinger"

Rund 4000 Bergsteiger besorgen sich alljährlich die nötige Genehmigung von der Provinzparkverwaltung, um sich auf den Weg zum Gipfel zu machen. Meistens nehmen sie den eisfreien Weg, der über die Plaza de Mulas, Nido de Cóndores, Camp Berlin und die Canaleta-Rinne, vorbei an Geröllfeldern und über ehemalige Eisgletscher nach oben führt. Insgesamt gibt es aber 33 verschiedene Routen, die über das Koloss führen und die sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen.

Den Gipfel zu besteigen, gilt auch heute noch wegen des extremen Klimas als schwierig, denn die Höhenluft macht vielen Bergsteigern zu schaffen. Zwar gilt die Nordseite als einfachere Route, doch macht die extreme Höhe und das wechselhafte Wetter vielen Alpinisten zu schaffen. So wird auch der Schritt immer langsamer und der Aufstieg ist sehr mühsam. Es heißt, nur 800 der 4000 Bergsteiger jährlich erreichen ihr Ziel, den Gipfel. Doch auch die Route belohnt schon mit spektakulären Aussichten.

Übrigens war das Bergmassiv auch die Kulisse für "Sieben Jahre in Tibet", den Film über Heinrich Harrer in Tibet.

Wer mehr über den Aconcagua erfahren möchte, der sollte sich das Tour-Tagebuch auf der Homepage von Hartmut Bielefeldt ansehen.

Interessant ist auch eine Seite von Tourorganisatoren, wenn auch in einem abenteuerlichen Deutsch.



-ab-12.01.2007 Text / Fotos: Aconcagua von oben: Roland Baumschlager, (Public Domain); alle anderen Fotos: www.aconcaguaexpeditions.com

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