15. Welt-Klimagipfel in Kopenhagen

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15. Welt-Klimagipfel in Kopenhagen

Vom 7.-18. Dezember 2009 findet in Kopenhagen der 15. Klimagipfel statt. Zur fünften Konferenz der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls werden 6000 Teilnehmer erwartet. Die deutsche Delegation wird von Bundesumweltminister Norbert Röttgen geleitet.

Die Klimaveränderungen sind nicht mehr übersehbar und kommen schneller, als Forscher ursprünglich angenommen haben. Wissenschaftler warnen, dass der Ausstoß von CO2 drastisch reduziert werden muss.


In Kopenhagen muss die Staatengemeinschaft es schaffen, in einer einmaligen gemeinsamen Kraftanstrengung das Ruder herumzureißen und den Klimawandel zu stoppen. Es geht um die Rettung von Millionen von Menschen, um die Verhinderung von Naturkatastrophen und von Flüchtlingsdramen. Darauf hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen bereits im Vorfeld der Konferenz hingewiesen: In Kopenhagen müssen die Würfel fallen. Es muss eine ambitionierte, verbindliche politische Entscheidung zwischen allen Staaten getroffen werden."

Es begann in Rio de Janeiro

Beim UN-Umweltgipfel 1992 in Rio hatten die Industriestaaten sich bereit erklärt, bis zum Jahr 2000 ihren Ausstoß an Treibhausgasen auf den Stand des Jahres 1990 zurückzuführen. Als Hauptgase gelten Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Daneben sollen noch der Ausstoß von teilhalogenierten sowie perfluorierten Kohlenwasserstoffen und Schwefelhexafluorid vermindert werden. Dies hat immer noch kein Staat erfüllt.

Das Kyoto-Protokoll

160 Staaten haben 1997 in Japan das «Protokoll von Kyoto» unterzeichnet. Die Industrieländer sollen ihre wesentlichen Treibhausgase im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 im Vergleich zu 1990 um 5,2 Prozent vermindern. Für weitere drei Gase gilt das Vergleichsjahr 1995. Das Protokoll ist erst am 16. 2. 2005 in Kraft getreten, weil es von mindestens 55 Ländern ratifiziert werden musste, auf die zusammen 55 Prozent aller Industriestaaten-Emissionen entfallen. Diese Voraussetzung wurde erst 2004 durch den Beitritt Russlands erfüllt.

Klimaschutz als wichtigste Zukunftsaufgabe


Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts müssen die Emissionen im Vergleich zu 1990 mindestens halbiert werden. In Kopenhagen muss sich die Staatengemeinschaft auf ein neues Regelwerk für die Zeit nach 2012 einigen, das auf dem Kyoto-Protokolls aufbaut. Fragen sind z.B.: Reichen die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Maßnahmen aus, um gefährlichen Klimawandel zu vermeiden? Wie kann der Flugverkehr berücksichtigt werden? Welche Rolle sollen Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft nach 2012 spielen?

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, eine globale Erwärmung um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu verhindern, um das Risiko gefährlicher Entwicklungen zu minimieren. Solche Entwicklungen wären beispielsweise das Abschmelzen der Polkappen oder die Zerstörung wichtiger Ökosysteme.

  

Auch im WAS IST WAS Band 125 Klima lest ihr alles Wissenswerte über den Klimawandel.

 Text: RR 6. 12. 2009,  Bild: PhotoDisc

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