Wie funktioniert das Brennen von CD-Roms?

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Wie funktioniert das Brennen von CD-Roms?

Und warum heißt das überhaupt "CDs-Brennen", wenn es hier doch gar kein Feuer gibt? Caroline aus Viersen fragt sich, warum man vom CD-Brenner spricht, wenn es doch hier gar nicht um Hitze geht?

Eien CD- Rom ist ein Datenspeicher, der alle möglichen Informationen in Form von Texten Bildern, Musik oder Filmen enthalten kann. Als Datenträger dient eine silberglänzende Kunststoffscheibe. Alle Informationen, die auf der CD-Rom enthalten sind, werden als Zahlenfolge aus Nullen und Einsen gespeichert. Alle Buchstaben, und auch die meisten der Zeichen auf dem Computerbildschirm, können als achtstellige (8-bit-code) Zeichenfolge von Nullen oder Einsen eindeutig dargestellt werden. Im Prinzip wird alles vom Computer in Nullen und Einsen übersetzt. Auch Musik oder Bilder können digitalisiert also mit einer Reihe von Zahlen dargestellt werden.

Diese Nullen und Einsen sind auf einer CD-Rom sozusagen noch einmal übersetzt und zwar in einer Reihe winzigster Vertiefungen in der glatten Oberfläche. ("Pits") Die Schicht und die Vertiefungen stehen für die Nullen und jede Kante einer Vertiefung bedeutet eine Eins. Insgesamt bilden die Pits eine spiralförmige Spur.

Um diese Spur zu lesen, benutzt der CD Rom-Spieler einen Laserstrahl. Dieser Laser-Lichtstrahl wird nun auf die CD gerichtet. Er fängt im Inneren an und schiebt sich beim Lesen dann immer weiter nach außen. Trifft er auf die Schicht oder den Boden einer Vertiefung, wird er zurückgeworfen. Trifft er auf eine Kante, wird der Strahl abgelenkt. Mit einem Fühler wird das zurückgeworfene Licht gemessen und die unterschiedlichen Lichtstärken lösen entsprechende Stromimpulse aus.

Bei gebrannten CDs ist es im Prinzip dasselbe. Hier wird zusätzlich zum Lesestrahl ein wesentlich stärkerer Schreibstrahl eingesetzt. Eine Schicht eines CD Rohlings besteht aus einer Art Kunstharzmasse (Polycarbonate). Wird diese Schicht durch den Schreibstrahl des Brenners belichtet, so kristallisiert das Kunststoff aus. Man nennt das Brennen, weil der Laser auf Kunststoff zum einen Wärme produziert und sich in die Stellen hineinbrennt.

Diese beschriebenen oder belichteten Stellen sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann. Beim Lesevorgang wird der Lesestrahl an diesen belichteten und auskristallisierten Stellen gebrochen und zerstreut. Auf den Stellen, die der Schreiblaser des Brenners nicht bestrahlt hat, kann der Lesestrahl durch den Kunststoff hindurch scheinen, wird reflektiert, gemessen und "entziffert".

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