Schülererfindungen auf der iENA 2011

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Schülererfindungen auf der iENA 2011

Traditionell präsentieren auf der iENA 2011 auch wieder viele Schüler ihre Erfindungen. Vom Maristengymnasium Fürstenzell über die SIGNO-Erfinderclubs, wie z. B. die Ingolstädter "Querdenker", bis zu den Auszubildenden der Firma Pfleiderer reicht die Palette der Aussteller. Auch Schülerteams des Programms mikromakro der Baden-Württemberg Stiftung präsentieren ihre spannenden technischen Projekte in Nürnberg.

Seit vielen Jahren bietet die Nürnberger Erfindermesse iENA dem Erfindernachwuchs Gelegenheit zur Präsentation von Erfindungen, technischen Problemlösungen und neuen Produktideen.

Die jugendlichen Erfinder überraschen jedes Jahr aufs Neue mit ihren Ideen und sie verfügen über ein überraschend hohes technisch-kreatives Potential.

Auch bei der diesjährigen iENA werden die Jugenderfindungen auf besonders großes Interesse stoßen.

Schüler erfinden: Das Projekt jugend creativ am Maristengymnasium Fürstenzell



Für die Fragen des Alltags praktische Lösungen zu finden daran basteln, tüfteln und forschen die Maristenschüler bereits seit 1983. Die als Erfindergymnasium bekannte Schule führte damals als erste Schule weltweit das Wahlfach Erfinden ein. Man etablierte das Schüler-Erfinden bei Jugend forscht und gilt als Wegbereiter für technisches Tüfteln und Erfinden an Schulen und Ausbildungsstätten.

Die Schüler des Maristengymnasiums stellen bei der iENA 2011 unter anderem  folgende Erfindungen vor:

Andreas Stockinger zeigt einen Drehgelenkstaubsauger, welcher den Vorteil hat, sich schneller und leichter in Zugrichtung auszurichten als bei herkömmlichen Technologien, wodurch ein Knicken des Saugschlauchs oder ein Umfallen des Geräts verhindert wird.

Max Herrmann präsentiert eine Not-Ausschaltung für Photovoltaikanlagen im Brandfall. Die Abschaltung macht auch bei starker Sonneneinstrahlung zuverlässig die Entstehung von elektrischen Spannungen unmöglich, sodass bei Löscharbeiten die Gefährdung von Feuerwehrleuten ausgeschlossen ist.

Karl von Moreau und Elias Drost zeigen Walkingstöcke mit einer Spitze-Pad-Umschaltung, bei denen sich die Metallspitzen der Stöcke in die Gummipuffer auf Knopfdruck einziehen bzw. herausschieben lassen.

Maximilian Hausmann entwickelte einen Solar-Topfpflanzendreher, welcher die Pflanzen für einen gleichmäßigen geraden Wuchs lichtabhängig dreht und in einer erweiterten Ausführung auch automatisch bewässern kann.

 

Alexander Neiß hat mehrere Lösungen für das Fixieren von Trinkhalmen an Flaschen, Gläsern und Krügen entwickelt, sodass diese nicht mehr in die Trinkgefäße fallen können.

Johannes von Moreau präsentiert eine sog. Scooter-Transportkarre, ein zeitsparendes Arbeitsgerät, das auch noch Spaß macht. Dabei handelt es sich um eine Sack- oder Transportkarre mit einem ausklappbaren Rollerboard, wodurch man mit dieser Transportvorrichtung neben dem Schiebebetrieb auch wie mit einem Roller fahren kann.

Diese Erfindung spart im logistischen Einsatz, besonders bei Leertouren viel Zeit und ist außerdem, als Hobby-Roller verwendet, ein sehr fahrstabiler Flitzer.

Julian Danner zeigt einen Fahrradklappständer, welcher selbst auf unebenem Untergrund Fahrrädern einen sicheren Stand verleiht.



Am Anfang ist es eine IDEE am Ende eine große ERFINDUNG: mikromakro der Baden-Württemberg Stiftung

Unter diesem Motto präsentieren Schülerteams des Programms mikromakro der Baden-Württemberg Stiftung auch in diesem Jahr wieder ihre spannenden technischen Projekte in Nürnberg.



Das Spektrum der in diesem Jahr in Nürnberg präsentierten 13 Projekte reicht von einer Energie erzeugenden Tür über eine Trocknungseinrichtung für Lacke und Kleber mit Abgasreinigung und ein Kleidungsstück zur aktiven Atmungskontrolle im Schlaf bis hin zu einem mobilen Lawinen- und Erdrutschwarnsystem.



Mit mikromakro motiviert die Baden-Württemberg Stiftung Schülerteams dazu, pfiffige Lösungen für Probleme und neue Produkte zu entwickeln und diese über einen Zeitraum von 2 Jahren praktisch umzusetzen.


Derzeit läuft die inzwischen vierte Ausschreibung des Programms mikromakro kleine Köpfe, große Ideen. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet unter www.mikromakro-bw.de .

Wenn Du wissen willst, was man alles wissen muss, um Sachen erfinden zu können, dann wirf doch auch mal einen Blick in unseren WAS IST WAS Band 35: Erfindungen

oder in unseren WAS IST WAS-Band 46: Mechanik

 

Text und Fotos: RR, Stand 26. 10. 2011.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt