Schmuckanhänger mit<br>lebensrettenden Piktogrammen

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Schmuckanhänger mit
lebensrettenden Piktogrammen

Iris Koser ist 14 Jahre alt und schon so etwas wie ein erfahrener, alter Hase aus der Erfinderwerkstatt des Maristengymnasiums Fürstenzell. Sie hatte auch ihren Vater, Lehrer Manfred Koser, gebeten, diese Einrichtung der Schule weiterzuführen, als der Begründer Hubert Fenzel vor eineinhalb Jahren die jungen Erfinder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr betreuen konnte.

Auch dieses Jahr war die Schülerin der neunten Klasse mit einer eigenen Erfindung vertreten. Sie präsentierte Schmuckanhänger mit lebensrettenden Piktogrammen.

 Iris dachte bei ihrer Erfindung daran, dass Ärzte, die zu Unfällen oder Notfällen gerufen werden, oft keine Ahnung davon haben, ob die Verunglückten an schweren Erkrankungen oder Allergien leiden. Ihr kam die Idee, kleine, dekorative Schmuckanhänger zu gestalten, die den Ärzten Aufschluss über ihre Patienten geben sollen.

Ein kleines Kreuzsymbol auf der Vorderseite signalisiert, dass es sich bei dem Anhänger um eine Notfallplakette handelt. Neben dem kleinen roten Kreuz befindet sich das Hauptsymbol, das als unverwechselbares Piktogramm gestaltet ist. Unter einem Piktogramm versteht man ein einfaches und eindeutiges Bildzeichen, das allgemein verständlich ist. So steht das Herz für Herzerkrankungen. Oder das Herz mit Treppe für Herzschrittmacher. Ein Zuckerkristall bedeutet Diabetes und hochstehende Haare Allergie. Sobald der Arzt diese Zeichen sieht, weiß er, dass er auf der Rückseite noch genauere Informationen zu den Erkrankungen der Unfall- oder Notfallopfer findet.

Bei der Entwicklung ihrer Idee musste Iris viele verschiedene Dinge gleichzeitig bedenken: So zum Beispiel, dass diese Plakette schnell und unkompliziert zu lesen sein muss. Sie muss unmissverständliche Hinweise geben und darf nicht verwirren. Sie darf nicht zu schwer und nicht zu groß sein, damit sie nicht behindert. Und sie sollte Chic haben, denn sonst wird sie nicht getragen.

Wenn ihre Erfindung Erfolg hat, so hofft sie, "dann würde sie damit ein System zur Verfügung stellen, das - besonders von Problempatienten angewendet - bei Notfällen so manches Leben retten könnte." - Kein schlechter Gedanke, oder?

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