25.1.1977: Das erste Sonnenkraftwerk der Welt

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25.1.1977: Das erste Sonnenkraftwerk der Welt

In den französischen Pyrenäen wurde am 25. Januar 1977 das erste Sonnenkraftwerk in Betrieb genommen. Es liegt geografisch günstig und kann mit nur 64 Kilowatt Kapazität an rund 180 Tagen im Jahr Strom produzieren.

Im französischen Odeillo in den Pyrenäen steht das erste solarthermische Kraftwerk der Welt. Anders als bei Solarzellen wird dabei die Wärmeenergie der Sonne genutzt. Wärmeenergie nennt man auch thermische Energie, daher der Begriff Solarthermie.

Ein mehr als 2500 Quadratmeter großer Hohlspiegel bündelt das Sonnenlicht auf einen Wasserkessel. Der so entstehende Dampf treibt einen Generator an, der den Strom liefert.

Das Prinzip der Sonnenkraftwerke

Sonnenstrahlen werden eingefangen und gebündelt en einen Empfänger weitergegeben, der die Wärme in Energie umwandelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Sonnenstrahlen einzufangen und zu konzentrieren: man verwendet entweder eine Parabolschüssel, lange spiegelnde Rillen oder Spiegel. Die Spiegel werden dabei computergesteuert immer der Sonne zugewandt, so dass sie möglichst lange bestrahlt werden. Solche automatisch nachgeführten Spiegel nennt man auch Heliostaten.

 

Die Wärmeenergie kann dann zum Beispiel Dampf erzeugen, der Turbinen und Generatoren zur Stromgewinnung antreibt.

Pluspunkte für den Süden

Auch wenn die Sonnenergie heute noch sehr viel Geld kostet, ist man zuversichtlich eines Tages, zumindest in warmen Ländern, einen großen Teil des Energiebedarfs mit der Sonne zu decken. In südlichen Gefilden scheint die Sonne ja regelmäßig und steht selbst im Winter noch verhältnismäßig hoch am Himmel.

Außerdem wurde in der Anfangszeit der Kernkraft diese ebenfalls durch staatliche Gelder, so genannte Subventionen, gefördert.

Sonnenenergie sauber und unbegrenzt

Sonnenenergie wird auch saubere Energie genannt. Während Kohle oder Öl schädliche Abfallprodukte an unsere Umwelt abgeben, ist das bei der Energiegewinnung durch die Sonne nicht der Fall.

Das heißt: je mehr Sonnenenergie, desto weniger Umweltverschmutzung durch Kohle, Öl oder Uran.

Außerdem gehen die weltweiten Vorräte an Kohle und Öl allmählich zur Neige und auch die Uranvorräte für die Kernkraftwerke sind begrenzt. Ganz anders bei der Sonne: sie liefert Energie im Überfluss.

In jeder Sekunde erhält die Erde rund 50 Milliarden Kilowattstunden Sonnenenergie. Das entspricht einer Leistung von 150 Millionen großen Kernkraftwerken. Um den gesamten Energiebedarf der Menschheit zu decken, würden uns 0,05 Prozent der jährlichen Sonnenenergie ausreichen.

Löst die Sonne unsere Umweltprobleme?

Es bieten sich tatsächlich viele Möglichkeiten die Sonne anzuzapfen: Kollektoren auf Dächern können für heißes Wasser sorgen. Sonnenkraftwerke und Solarzellen können umweltfreundlichen Strom liefern.

Auf der anderen Seite brauchen Sonnenenergieanlagen riesige Flächen. Die Rohstoffe sind oft noch sehr teuer und haben eine geringe Energieausbeute. Heute werden nicht einmal 5 Prozent des menschlichen Energiebedarfs durch Sonnenenergie gedeckt.

Experten sagen aber voraus, dass unsere Nachkommen von ihr profitieren können. Im Jahr 2130 könnten bereits 70 Prozent des Energiebedarf mit der umweltfreundlichen Sonnenenergie erzeugt werden könnten.

Vorreiter bei dieser Technologie ist Deutschland. In Leipzig steht das aktuell größte Sonnenkraftwerk, das mit Solarzellen aus dem Licht, nicht aus der Wärme der Sonne, Energie gewinnt.

Im März 2007 soll in Bayern das weltweit größte Solarkraftwerk in Betrieb gehen. 10 MW sollen erzeugt werden und 3300 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Solarenergie und andere regenerative Energien wie Wind oder Wasserkraft ermöglichen vielleicht ein Zeitalter ohne Waldsterben und verseuchte Flüsse, ohne Atommüll und Smog. Vorreiter ist Deutschland, mit wichtigen und guten Innovationen auf diesem Gebiet. Und ein wichtiger Handelspartner ist auch schon in Sicht: Auch China sieht ein, dass es mit herkömmlichen Methoden der Energiegewinnung sein großes Land nicht nachhaltig versorgen kann. Vielleicht gehen ja diesmal Ökonomie (Wirtschaft) und Ökologie (Umweltschutz) Hand in Hand, zu wünschen wäre es.

Hier findest du umfangreiche Informationen zur Nutzung der Sonnenenergie

-sw- 25.1.02//-jj- 24.1.07 Fotos: WasistWas Band 76: Die Sonne

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