Skeleton Schlittenfahren in der Kamikaze-Position

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Skeleton Schlittenfahren in der Kamikaze-Position

Wie Rennrodel ist auch Skeleton eine Wintersportdisziplin auf einem niedrigen Schlitten. Der Unterschied ist, dass Skeleton-Fahrer auf dem Bauch liegen.

Eine weitere Besonderheit hat Skeleton aufzuweisen. Es war überhaupt erst zweimal olympische Disziplin. In den Jahren 1928 und 1948.

Nach 64 Jahren ist es den Skeleton-Fahrern nun gelungen, wieder zu einer Olympiade zugelassen zu werden. Sie mussten dazu zwei Kriterien erfüllen: es mussten sich mehr als 25 Nationen in dieser Disziplin anmelden und auch Frauen sollten dabei sein. Beides klappte und so haben wir dieses Jahr die Chance, die Schlittenfahrer in der Kamikaze-Position, wie man die Bauchlage auch nennt, bei den olympischen Winterspielen zu sehen.

Ausrüstung

Der Schlitten besteht aus einer Kunststoffwanne mit Kufen. Die Schlitten für Herren müssen zwischen 33 und 43 kg wiegen, die Schlitten für Damen zwischen 33 und 37 kg. Skeletonfahrer tragen einen hautengen Stoffanzug, Handschuhe und einen Helm mit Kinnschutz sowie Sprinterschuhe mit Spikes. Skeletonwettbewerbe werden auf der Eisbahn ausgetragen.

Geschichte

Die Schlitten mit nach oben gebogenem Vorderteil erfanden die Indianer Nordamerikas. Sie nannten ihn "toboggan". In schneereichen Wintern transportierten sie damit ihre Zelte. Auch als Freizeitvergnügen wurde der Schlitten von Erwachsenen und Kindern genutzt.

In der Schweiz nutzten Hausfrauen, Holzfäller und Postboten im 19. Jahrhundert Hörnerschlitten um ihre Lasten durch die verschneite Bergewelt zu transportieren. Als es mehr und mehr Kurgäste und Touristen in die Schweiz zog, kam ein Schlittensport namens "Cresta" in Mode. Mit dem Kopf voraus stürzten sich wagemutige Männer auf kleinen Schlitten die Hänge hinunter. Besonders die englischen Gäste waren von dem neuen Sport begeistert.

Aus "Cresta" entwickelte sich die olympische Disziplin des Skeleton. Diese wurde zunächst auf Natureisbahnen, später auch auf Kunsteisbahnen ausgetragen. In den langen Jahren, in denen Skeleton nicht für die Olympiade zugelassen wurde fürchten die Sportler, ihre Disziplin könnte gänzlich "aussterben".

Einzelne Fahrer sorgten jedoch dafür, das der Sport weiterhin bekannt blieb, so der Schweizer Kunsthändler Bruno Bischofberger. Um windschnittiger durch den Eiskanal zu gleiten soll er sogar einen Taucheranzug getragen haben!

Mehr über Skeleton erfahrt ihr unter www.skeleton-sport.de

LM - 31.01.02. Auf dem Foto von adidas, Herzogenaurach: Alexander Coomber

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