Eislaufen: Schnelle Sprinter auf zwei Kufen

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Eislaufen: Schnelle Sprinter auf zwei Kufen

Eisschnelllauf ist schon seit langer Zeit fester Bestandteil der Olympischen Winterspiele. Die Herren laufen seit 1924 im Wettbewerb, die Damen seit 1960. Eislaufen selbst gibt es schon sehr viel länger. Bereits vor 3000 Jahren bewegten sich Menschen mit Knochen unter den Füßen auf dem Eis fort. Erste sportliche Wettkämpfe gab es 1763 in England. Von dort aus verbreitete sich der Sport schnell über die Niederlande, Skandinavien, die USA und Kanada.

Bei den Olympischen Spielen werden nur Einzelwettkämpfe ausgetragen. Sie finden auf einer 400 Meter langen Rundbahn statt, deren einzelne Laufbahnen vier bis fünf Meter breit sind. Pro Tag steht nur eine Strecke auf dem Programm, da Eislaufen sehr anstrengend und kraftintensiv ist. Die Herren laufen über die 500-, 1.000-, 5.000 und 10.000-Meter-Strecke, bei den Damen kommen als Zwischenstufen noch die 1.500- und 3.000-Meter dazu, die 10.000-Meter-Strecke entfällt.

Startbahnen ausgelost

Bei jedem Rennen treten zwei Läufer gegeneinander an. Eine Ausnahme bildet nur die 500-Meter-Strecke. Hier absolviert jeder Teilnehmer die Strecke zweimal - einmal auf der Innen- und einmal auf der Außenbahn. Es gewinnt jeweils der Läufer mit der schnellsten Gesamtzeit. Bei den anderen Wettbewerben werden die Startpositionen ausgelost. Die Strecke auf der Innenbahn ist kürzer, was ein deutlicher Vorteil ist - auch wenn die Fliehkraft auf der Außenbahn geringer ist. Trotzdem wechseln die Läufer ihre Laufbahn während des Rennens regelmäßig. Dabei hat der Außenbahnläufer bei gleicher Höhe Vorrang.

"Short track" als Härtetest

Eine relativ junge Disziplin des Eisschnelllauf ist "short track", d.h. das Laufen auf Kurzbahnen. Sie war erstmals 1992 bei den Spielen von Albertville im Programm. Dabei treten vier bis sechs Sportler gleichzeitig auf einer 110 Meter langen Runde gegeneinander an. Nach dem ko-System qualifizieren sich die Punktbesten jeder Gruppierung für die nächste Runde. Hier kommt es vor allem auf schnelle Reaktion und taktische Raffinesse an.

Stabile Schlittschuhe

Als besondere Ausstattung benötigen Short-track-Läufer sehr stabile Schlittschuhe mit seitlich verstellbarer Kufe. Das ist notwendig, damit man die Kurven optimal nehmen kann. Vorgeschrieben sind außerdem Kopfschutz, Knieschützer, Handschuhe und eine Halskrause. Schiebeinschoner und eine Schutzbrille sind freiwillig.

Deutsche Favoriten

Die deutschen Eisläufer gehen bei den Spielen in Turin mit besonders hohen Erwartungen an den Start. Bei den Frauen gehören Anni Friesinger und Claudia Pechstein zu den Top-Favoritinnen.

Nic 11.02.2002 /aktualisiert 08.02.2006

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