Die Vierschanzentournee

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Die Vierschanzentournee

Vier Orte, vier Schanzen, vier Springen und wer am Ende insgesamt die besten Weiten und Noten erzielt hat, der wird Tourneesieger. Seit 1952/53 werden die Springen jedes Jahr ausgetragen.

Die "Quali" und das K.O.System

Auch die 51. Vierschanzen-Tournee wird im K.O.System ausgetragen. Dabei wird am Vortag des eigentlichen Wettbewerbes ein Qualifikations-Springen durchgeführt, aus dessen Ergebnis sich die Startreihenfolge und die Paarungen für das K.O.-Springen ergeben.

In der Qualifikation treten im 1. Wertungsdurchgang jeweils 2 Springer einer Paarung gegeneinander an. Bei diesem direkten Vergleich erreicht der Springer mit der besseren Punktezahl das Finale. Damit ergeben sich aus 25 Paarungen 25 Final-Teilnehmer. Die 5 besten Verlierer ("lucky loosers") dürfen ebenfalls im Finale zu starten.

Die vier Schanzen

Gesprungen wird in Oberstdorf (29.12.02), Garmisch-Partenkirchen mit dem Neujahrsspringen am 01.01.03, Innsbruck (04.01.03) und Bischofshofen. Das letzte Springen findet immer am 06. Januar, Heilig Drei König statt.

Die Schattenberg-Schanze in Oberstdorf wurde 1909 erbaut und hat eine Gesamthöhe von 137 Meter Höhe. Die Springer legen 93 Meter Anlauf zurück und springen mit rund 91 Stundenkilometern ab. Die Rekorweite sprang Martin Schmitt im Jahr 2000 mit 133 Metern.

Die Große Olympiaschanze Garmisch-Partenkirchen wurde 1925 am Gudiberg errichtet und ist mittlerweile mehrmals modernisiert worden. Sie ar Austragugnsort des Olympischen Springen bei den Winterspielen 1936 und 1940. Insgesamt ist sie 119 Meter hoch. Nach 82,5 Metern Anlauf erreichen die Springer beim Absprung 91 Stundenkilometer. Den Schanzenrekord hält der Pole Adam Malysz mit 129, 5 Metern im Jahr 2001, gesprungen.

Die erste Bergisel-Schanze in Innsbruck wurde 1927 eingeweiht. Damals sprang der Sieger 47,5 Meter. In ihrer Geschichte wurde auch diese Sprunganlage mehrfach umgebaut und sogar komplett neu errichtet. Heute ist sie 134 Meter hoch. Die Anlauflänge beträgt 91,3 Meter Mit 92 Stundenkilometern springen die Athleten ab. Schanzenrekord- Inhaber ist Sven Hannawald, der am 04.01.2002 134,5 Meter weit sprang.

Die Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen, die den Abschluss der Vierschanzentournee bildet, hate eine Gesamthöhe von 132,5 Meter. Bereits im Jahr 1947 kurz nach dem 2. Weltkrieg baute man am Laideregg die Hochkönigschanze, die wegen eines tragischen Unfalls beim Trainings-Springen ihren jetzigen Namen trägt: Beim Einspringen für das Drei-Königs-Springen verletzte sich der Skispringer Paul Ausserleitner so schwer, dass er an den Folgen des Unfalls am 9.1.1952 starb. Seitdem trägt die Schanze am Laideregg seinen Namen. 1999 war diese Schanze auch Austragungsort der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften.

Mit 92 Stundenkilometern heben die Springer vom Schnazentisch der Paul- Ausserleitner-Schanze ab. Den weitesten Flug stand bei der letztjährigen Vierschanzentournee Sven Hannawald mit der Rekordweite von 139 Metern.

Ein bisschen Vierschanzentournee- Geschichte

Mit dem Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen 1953 begann die erste "Tournee": Vor 20.000 begeisterten Zuschauern nahmen 6 Nationen, neben deutschen und österreichischen Springern noch 4 Schweden, je 3 Norweger und Schweizer und fünf Springer aus Slowenien am Tournee-Auftakt teil. Es gewann der Norweger Asgeir Dölplads mit 78,5 und 81 Metern. Zum Vergleich: Heute springen die Gewinner rund 50 Meter weiter. Ab 1956 wird das Springen auch im Fernsehen übertragen. Bei der letztjährigen Tournee schaffte es zum ersten Mal ein Springer alle vier Einzelsiege zu erreichen: Sven Hannawald wurde ungeschlagen Tournee-Sieger.

Die diesjährigen Favoriten

Sicherlich zählt der Vorjahressieger und Gewinner des Auftaktspringens, Sven Hannawald (BRD) dazu. Aber auch Martin Höllwarth (Österreich), Primoz Peterka (Slowenien), Toni Nieminen (Finnland), Andreas Goldberger (Österreich), Ljoekelsoey, Roar (Norwegen), Janne Ahonen (Finnland) und Martin Schmitt (BRD), der nach seiner Operation am Knie wieder zu alter Form aufläuft, haben gute Chancen. Sicherlich wird es wieder einen spannenden Kampf um die Ränge geben. Wenn ihr mehr über die Skispringer wissen möchtet:

Sven Hannawald, Martin Schmitt und Martin Höllwarth findet ihr im Internet unter http://www.sven.hannawald.de und http://www.martin-schmitt.de oder http://www.hoelli.at.

Viel Spaß mit den Überfliegern!

P.S.: Die Vierschanzentournee 2002/2003 hat der Finne Janne Janne Ahonen für sich entschieden. Im letzten Springen in Bischofshofen verteidigte er mit Sprüngen von 130,0 und 123,5 Metern souverän seine Führung in der Gesamtwertung. Es ist der zweite Tourneesieg für Ahonen.

Zweite wurde der deutsche Springer Sven Hannawald. Beim Abschlussspringen in Bischofshofen flog der 28-Jährige auf 128,5 und 127 Meter. Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte der Pole Adam Malysz.

-ab-30.12.02 / 06.01.03/Foto: Autogrammkarte Sven Hannawald

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