Slacklining Trendsport für Balance-Künstler

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Slacklining Trendsport für Balance-Künstler

Wenn man durch Stadtparks geht, kann man mancherorts Seile zwischen zwei Bäumen aufgespannt sehen, auf denen junge Menschen balancieren. Dieser Trendsport nennt sich Slackline.

Ein Seil und zwei Bäume, mehr braucht man nicht fürs Slacklining.

Was ist Slackline?


Ähnlich wie beim Seiltanz balanciert man bei der Trendsportart Slackline auf einen Schlauchband oder Gurtband, welches man zuvor an zwei Bäumen oder Ähnlichem befestigt hat. Im Gegensatz zum Seiltanz ist die Slackline jedoch eher schlaff gespannt, sodass sie sich unter dem Gewicht des Slackliners dehnt.


Beim Slacklining wird ein guter Gleichgewichtssinn und Konzentration sowie Koordination benötigt. Deswegen wird die Trendsportart häufig von Kletterern oder anderen Extremsportlern betrieben, die dadurch ihr Gleichgewichtsgefühl trainieren können.


Fast überall findet sich eine passende Stelle, auch am Strand.



Was braucht man zum Slacklining?


Das Wichtigste beim Slacklining ist natürlich die Slackline. Es handelt sich dabei um ein Schlauchband, meist mit einer Breite von 2,5 bis 3 Zentimetern. Je breiter das Band, desto leichter ist das Balancieren. Dazu benötigt man noch zwei Befestigungspunkte, um die Line aufzuspannen. Das können Bäume, Felsen oder Geländer sein.


Mit einem Flaschenzug kann man die Slackline am besten spannen. Das Entscheidende ist die Bruchlast der Materialien. Karabiner aus Stahl eignen sich am besten zur Befestigung. Andere Materialien halten der Belastung beim Slacklining oft nicht stand.


Rodeo ist eine spektakuläre, aber auch riskante Variante.

Die Geschichte des Slacklinings



Zwar liegt eine Verwandtschaft mit dem Seiltanz aus dem Zirkus nahe, doch tatsächlich hat sich das Slacklining aus dem Klettersport entwickelt. In den 1980er Jahren waren es Kletterer im Yosemite Nationalpark, die aus einer Freizeitbeschäftigung eine Trendsportart kreierten. Sie verwendeten ihre Kletterseile, um darauf zu balancieren.


Um 2000 kam dann das Slacklining auch nach Europa. Heinz Zak aus Österreich gilt beispielsweise hier als Pionier. Aber erst in den letzten Jahren hat sich das Slacklining zu einer bekannteren Trendsportart entwickelt. Und heute sieht man häufig Slacker in Parks balancieren.


Beim Waterlining fällt man ins weiche, aber oftmals kalte Wasser.



Verschiedene Arten


Beim Slacklining haben sich über die Jahre verschiedene Disziplinen entwickelt. Auf der konventionellen und relativ ungefährlichen Lowline kann man gute Tricks machen. Long Lines dagegen können bis zu 100 Meter lang reichen. Rodeo Lines sind besonders schlaff gespannt, sodass das Band extrem durchhängt, was das Balancieren erschwert und auch Stürze verursachen kann.


Daneben gibt es auch Lines über dem Wasser (Wasserlines) und Highlines, die in extremer Höhe aufgespannt werden und die meist mit einer Sicherung begangen werden, da man tief fallen kann. Jumplines sind stärker gespannt und besonders für Akrobaten geeignet. Auch Skateborder haben die Slackline für sich entdeckt und vollführen auf ihnen Grind-Tricks.




10.08.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Vorschau: Steffen A. Frost (GNU 1.2, cc-by-sa 1.0, 2.0, 2.5, 3.0), Strand: Gaz8374 (pd), Rodeo: Bernhard Friedrich (GNU 1.2, cc-by-sa 3.0), Waterline: Arne List (cc-by-sa 3.0)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt