Die jüngste Artistin des Circus Renz

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Die jüngste Artistin des Circus Renz

Schon im Alter von vier Jahren stand Gina-Marie in der Manege des Circus Karlheinz Renz. Mit ihren artistischen Darbietungen begeistert sie Alt und Jung. Das Familienunternehmen hält keine Raubtiere und versteht sich in erster Linie als Zirkus für Kinder.



Wenn Gina-Marie hoch über der Manege schwebt, stockt den Besuchern unten auf den Sitzplätzen der Atem. Trotz starker Konzentration lächelt sie zum Publikum hinunter. Es sieht aus, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht, als dort oben unter der Kuppel zu schweben und in gewisser Weise stimmt das auch.



Im Zirkus aufgewachsen

Der Circus Karlheinz Renz wird von einer echte Zirkusfamilie betrieben, in der alle anpacken und auch alle Familienmitglieder einen Teilbereich der Vorstellungen gestalten. Als Gina-Marie als Kleinkind ihre Mutter und ihre große Schwester Monique Kunstücke vollführen sah, begann sie im zarten Alter von drei Jahren selbst zu üben. Ein Jahr später durfte sie schon in der Manege auftreten, zeigte Bodenturnen und geschicktes Tanzen mit dem Hula-Hoop-Reifen.



Akrobatik und Clown-Nummern

Wie allen Kindern haben es Gina-Marie natürlich die Clowns angetan. Zusammen mit ihrem Vater arbeitete sie an einer Clowndarbietung, die heute noch die Zuschauer zum Lachen bringt. Der Papa wird dabei sogar richtig naß - wie man gut auf dem Foto nebenan erkennen kann. Erst vor kurzem hat sie sich ans Ringtrapez gewagt und ihre Bodenturnübungen hoch in die Luft verlegt. In einem Metallring hoch oben unter der Zirkuskuppel zeigt sie eine Brücke, einen Spagat und vieles mehr.

Sanfte Tierdressuren

Tiger, Löwen, Elefanten und ähnliche Wildtiere sucht man im Circus Karlheinz Renz vergebens. Zielgruppe sind in erster Linie Kindergarten- und Grundschulkinder, und deshalb setzt die Familie auf sanfte Tierdressuren. Die mongolischen Steppenkamele sorgen für orientalisches Flair. Beliebt sind auch die Pudelshow von Monique Renz oder die Westernshow mit Pferden von Karlheinz Renz. Das Zirkuspferd Lucky Luke kann sogar zählen und rechnen. Mit ihrem Pony Schecky übt Gina-Marie bereits Kunststücke, um sie später einmal in der Manege zu zeigen.

Eine lange Tradition

Der Circus Renz besteht seit 1842. Damals hatte Ernst Jakob Renz sein Unternehmen unter dem Namen Circus Olympic gegründet. Der Zirkus reiste damals noch nicht, sondern hatte feste Bauten in Berlin, Hamburg, Bremen, Breslau und Wien. Die Geschichte des Circus Renz wurde 1943 sogar für das Kino verfilmt.

Heute gibt es in Deutschland mehrere Zirkusunternehmen dieses Familiennamens, die alle ihre Tradition auf ihren direkten Vorfahren Ernst Jakob Renz gründen. Zu den großen Zirkus-Unternehmen gehören der Circus Universal Renz und der Circus-Renz-Berlin sowie den Circus Herman Renz in den Niederlanden. Der Circus Karlheinz Renz ist eines der kleinen Unternehmen, die von Stadt zu Stadt ziehen.

Auch Zirkuskinder gehen zur Schule

Die Schulpflicht gilt natürlich auch für Zirkuskinder. Der häufige Schulwechsel, wenn der Zirkus von Stadt zu Stadt zieht, bereitet Gina-Marie keine Probleme. Sie hat auf diese Weise schon viele Freunde gefunden, mit denen sie sich immer noch schreibt. In der Schule sieht sich das aufgeweckte Mädchen gerne als Klassenclown, aber damit können ihre Lehrer leben. Natürlich besuchen die Schulkameraden auch die Zirkusvorstellung und sind gespannt, was Gina-Marie ihnen vorführt.

Vielleicht kommt der Circus Karlheinz Renz auch mal in deine Stadt, dann kannst du Gina-Marie und ihre Familie persönlich kennen lernen.

Anmerkung zur Rechtschreibung: In der Schule musst du das Wort "Zirkus" natürlich mit Z schreiben. Die Schreibweise mit C wie bei "Circus Renz" stellt einen Eigennamen dar. Weil ein Zirkus viel im Ausland unterwegs ist, haben viele Unternehmen die englische Schreibweise im Namen gewählt.

Text und Fotos RR, Stand 9. 12. 2009


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