Die Stadien der Olympischen Spiele

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Die Stadien der Olympischen Spiele

Insgesamt wurden für die Olympischen Sommerspiele 2008 elf Sportstätten neu gebaut. Darunter das Vogelnest genannte Nationalstadion in Peking. Weitere 26 Stadien und Strecken gab es bereits oder sie wurden nur für die Olympischen Spiele nur vorübergehend errichtet. Hier erfahrt ihr mehr über die Orte und die Wettkampfstätten dieser Olympischen Spiele.

Das Nationalstadion Aushängeschild der Olympischen Spiele 2008

Das wohl bekannteste Stadion dieser Sommerspiele ist das neu errichtete Nationalstadion in Peking. Es ist Teil des Olympiaparkes Peking und beherbergt sowohl die Eröffnung- als auch die Abschlussfeiern sowie die Leichtathletikwettkämpfe und das Fußballendspiel.

Das Nationalstadion wird aufgrund seines verschlungenen wirkenden Äußeren auch Vogelnest genannt. Entworfen hat es das Schweizer Architektenbüro Herzog & De Meuron, das auch die Allianz-Arena in München und den St.-Jakob-Park in Basel baute. Im St.-Jakob-Park fand unter anderem das Eröffnungsspiel der Fußballeuropameisterschaft 2006 statt.

Während der Olympischen Spiele bietet das Pekinger Stadion 91.000 Besuchern Platz. Es ist 330 Meter lang, 220 Meter breit und knapp 70 Meter hoch. Das 325 Millionen Euro teure Gebäude hätte sogar noch mehr gekostet, wäre das ursprünglich geplante durchsichtige Schiebedach über dem Gesamtkomplex nicht weggelassen worden.

Der Wasserwürfel

Für die Schwimmwettkämpfe wurde direkt neben dem Vogelnest das Nationale Schwimmzentrum Peking errichtet. Der recheckige Kasten in Leichtbauweise sieht aus wie ein Quader voller Wellen. Er besteht aus einer wabenformigen Fachwerkkonstruktion, die mit einer blau schimmernden Folie überzogen ist. Schaum war das natürliche Vorbild dieser Bauweise. Der Water Cube (engl. Wasserwürfel) nimmt durch seine Außenhaut Sonnenenergie auf, mit der er Wasserbecken und Innenräume heizen kann.

Der Dritte im Bunde 

... ist das Nationale Hallenstadion, das mit Vogelnest und dem Water Cube zusammen das zentrale Dreieck des Olympic Green bildet. Es besteht aus zwei runden Hallen, die zusammen eine 8 bilden und damit auf das Austragungsjahr dieser Olympischen Spiele hinweisen. Gleichzeitig symbolisiert die liegende Acht in der Mathematik die Unendlichkeit. In der chinesischen Mythologie stellt die Acht eine Glückszahl dar.

Das ausführende Nürnberger Architekturbüro Glöckner achtete auch bei diesem Bauwerk auf Zahlensymbolik, die bei diesem Sportereignis eine große Rolle spielt. Ausgetragen werden hier die Wettkämpfe in den Disziplinen Geräteturnen, Trampolinturnen und Handball, denen bis zu 18.400 Menschen zusehen können.

Die Universitäten

In Peking gibt es mehrere Universitäten, in deren neu gebauten Sporthallen die Wettkämpfe im Ringen, Tischtennis, Taekwondo, Judo, Badminton und Rhythmische Sportgymnastik stattfinden.

Außerdem wurde ein Laoshan-Velodrom fürs Bahnradfahren und das Wukesong-Hallenstadion für die Basketballspiele neu errichtet.

 

Rudern sowie Kanurennsport und Langstreckenschwimmen werden auf der einzigen neuen olympischen Außenwasseranlage in Peking, dem olympischen Ruder- und Kanupark Shunyi ausgetragen.

Weit weg von hier die anderen Austragungsort

Mehr als 600 Kilometer von Peking entfernt, in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao liegt das Segelzentrum für die olympischen Wettbewerbe im Segeln. Noch weiter müssen die Zuschauer reisen um die beim Dressur- oder Springreiten oder den Vielseitigkeitsprüfungen dabei zu sein. Diese werden nämlich auf den Reitanlagen der 2000 Kilometer entfernten Sonderverwaltungszone Hongkong ausgetragen.

Reiter und Pferde werden hier extremen Wetterverhältnissen trotzen müssen, denn das Wetter ist in dieser Jahreszeit tropische heiß und feucht. Der Deutsche Tierschutzbund forderte die Olympioniken im Vorfeld zum Verzicht auf. Die Gesundheit ihrer Pferde sollte den Spitzenreitern wichtiger sein. Doch trotzdem ist die deutsche Equipe angereist und bereitet ihre Tiere nach und nach darauf vor, auch unter diesen erschwerten Bedingungen Höchstleistungen zu bringen.

Auch die Fußballer kommen in China ziemlich weit herum, sind ihre Sportstätten doch auf fünf Städte verteilt. Neben zwei Stadien in Peking befinden sie sich in Shanghai (1400 Kilometer entfernt), Tianjin (90 km), Shenyang (630 km) und Qinhuangdao (290 km).

Wollt ihr euch über die Geschichte der Olympischen Spiele informieren, dann schaut doch mal in unseren WAS IST WAS Band 93 Olympische Spiele.



Text: Liane Manseicher, Fotos: Nationalstadion Peking: Sellingpau: cc-by-sa; Modell Nationalstadion: JMP: pd; Nationales Schwimmzentrum: Angus: cc-by-sa; Nationales Hallenstadion: Architekturbüro Glöckner.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt